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Johnie Deans (C. Thomas Howell) Bewährung wurde gerade um sechs Monate verlängert. Er arbeitet mehr oder weniger als Koch in einer schmierigen Küche. Doch kurz darauf stolpert der angeschossene Gangster Freethrow (Marcus Chong) in den Imbiss und stirbt. Bei sich hat er einen Sack voller Diamanten. Johnie ergreift mit seiner Freundin Becky (Teri Ann Linn) sofort die Flucht, um die Diamanten zu verkaufen. Sein Ziel ist Los Angeles, wo sein Kumpel Dice (Rick Shapiro) einen Nachtclub führt. Doch hinter den Steinchen sind zwei Parteien her. Einmal der skrupellose De Palma (Michael Russo) und zweitens der Profikiller Felix (Leon) mit seinen Schergen. In L.A. kommt es dann bald zu Showdown der drei Parteien.

Joseph Merhi und Richard Pepin überließen Hauptdarsteller C. Thomas Howell (Hitcher, Die Rote Flut) das Zepter. Mit dem zu klamaukigen Drehbuch von William Applegate Jr. (The Sweeper, Skyscraper) und Joseph John Barmettler (Rage, Lion Strike) inszeniert er mit "Pure Danger" seine dritte Regiearbeit unter der Fuchtel der Actionschmiede PM. Herausgekommen ist allerdings ein sehr unentschiedener Actioner. Auf der einen Seite viel zu ernst, setzt Howell sogar auf Dramatik, die aber dank des zu hohen Anteils an Klamauk überhaupt nicht funktioniert. Außerdem overacten die Darsteller dermaßen, ganz besonders Rick Shapiro geht einem mit seinem unaufhörlichen und überkandidelten Gesabbel tierisch auf die Nerven. Auch C. Thomas Howell ist sehr zappelig und Ray Laskas Vorstellung geht überhaupt nicht. Hier kommen die Sprüche wie aus dem Kanonenrohr geschossen, doch nicht mal ein Drittel davon, kann uns ein Lächeln entlocken. Dann diese aufgesetzte Situationskomik, mit der Brechstange versucht uns Howell die Gags um die Ohren zu hauen. Man nehme nur die zwei kindischen Bodyguards von Gangster Farmentero. Ab und an trifft ein Gag ins Schwarze, Hopfen und Malz ist noch nicht verloren.
Und "Pure Danger" hat ein paar ordentliche Actionszenen in Petto. Die Shootout sind gut choreographiert, recht ausartend und mit ein paar blutigen Einschüssen garniert. Auch die Verfolgungsjagden haben es in sich und warten vor allem im Finale mit ein paar tollen Autostunts auf. Stunt Coordinator war natürlich Spiro Rozatos. PM scheint wieder die umliegenden Schrottplätze geplündert zu haben, denn gut ein halbes Dutzend an Autos dürfen sich in gleißenden Feuerbällen verabschieden. Die Action ist gut im Film verteilt, jedoch könnte es öfter krachen und Nahkämpfe fehlen komplett. Man kommt als Zuschauer trotzdem gut über die Runden, ein paar Längen gibt es jedoch schon zu beklagen. Gerade mit dem nervigen Dice beschäftigt man sich zu ausgiebig, den einzelnen Parteien lässt man zuviel Zeit für Blödeleien, nur Profikiller Felix verkörpert von Leon, bleibt sehr erwachsen und spielt damit alle an die Wand.
Das Ende kann sich gut sehen lassen, obwohl man überhaupt nicht mittrauern kann. Immerhin kein aufgesetztes Happy End.

Zu klamaukige Actionkomödie, auch mit zu wenig Biss, aber brauchbarer Action, bestehend aus Verfolgungsjagden und Shootouts. Den Plot kann man als solide bezeichnen, obwohl man nur ein paar Diamanten hinterherrennt. Streckenweise ist "Pure Danger" spassig, aber viel zu unentschlossen.

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