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Ordentliche Actionkomödie von PM, deren Story einen allerdings extrem kalt lässt.
Es beginnt mit einem missglückten Deal zwischen schwarzen Gangstern und einer Mafiabande: Während die Schwarzen dem Deal getreu eine Ladung Diamanten liefern, wollen die Mafiosi sie um ihr Geld betrügen, was in einer großen Schießerei endet. Der Schwarze Freethrow (Marcus Chong) kann als einziger entkommen – mit den Diamanten, was in einer großen Schießerei endet. PM-typisch bekommt man gleich zu Beginn einen Appetizer geboten, auch wenn man nichts neues geboten bekommt.
Derweil ärgert sich der Ex-Sträfling und Imbissbudenkoch Johnie Dean (C. Thomas Howell), dass seine Bewährung erneut um 6 Monate verlängert wurde. Da können seine Witzeleien mit der Kellnerin Becky (Teri Ann Linn) auch nicht drüber hinwegtäuschen. Spätestens hier wird der Comedy-Anteil klar sichtbar: Die Darsteller hauen sich pausenlos dumme Sprüche um die Ohren; allerdings ist die Trefferquote nicht die allerbeste.

Der verwundete Freethrow kommt genau in dieses Restaurant und bricht dort wenig später tot zusammen. Johnie und Becky finden bei ihm die Diamanten, wittern ihre Chance und ergreifen die Flucht als die rivalisierenden Gangs antraben. Doch beide Parteien sind hinter dem Paar her, dass versucht seine Diamanten bei einem Bekannten in L.A. zu Geld zu machen...
„Pure Danger“ bietet bei der Story nicht unbedingt neues; schon allein die Grundstruktur erinnert teilweise sehr stark an „True Romance“. Auch die Spannungskurve erreicht keine neuen Höhen und leider Gottes lässt einen die Handlung stellenweise extrem kalt. Nur das Ende präsentiert einen für B-Actioner dieser Art recht ungewöhnlichen Einfall und zudem eine ziemlich makabere Pointe.
Die Comedy ist allgegenwärtig, aber die Trefferquote liegt nicht allzu hoch, wobei ich nicht weiß, ob das nur an der deutschen Synchro liegt. So sind einige Wortgefechte nur dämlich, aber einige andere Sachen sind ganz witzig; z.B. wenn der Gangster seinen Leuten erklärt wie eine Verfolgungsjagd auszusehen hat oder die übertrieben coolen Auftritte von „Cliffhanger“-Fiesling Leon als Killer Felix.

Dafür kann die Action unterhalten und übertüncht mit zunehmender Menge im weiteren Verlauf die Schwächen von Story und Komik. Besonders herausragendes sollte man nicht erwarten, aber das ist man von PM ja gewohnt. Aber immerhin sind die Schießereien und Verfolgungsjagden und Schießereien recht ausgiebig und überzeugen so mehr durch Quantität als durch Qualität.
Die Schauspieler agieren komödienhaft übertrieben, füllen ihre lustigen Rollen aber zufriedenstellend aus. Auch C. Thomas Howell und Teri Ann Linn bilden ein harmonisierendes Leinwand-Duo, auch wenn keiner der beiden zu Höchstleistungen aufläuft. Wirklich klasse für einen B-Film sind einige Fieslinge, vor allem der bereits erwähnte Leon.

„Pure Danger“ ist eine nette Actionkomödie von PM, nur leider ist die Story uninteressant und die Komik nicht immer treffsicher. Dank der Action und dem gelungenen Anteil an Gags, dennoch gerade noch 6 Punkte.

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