Scanners sollte eigentlich jeden bekannt sein, denn es ist wohl David Cronenbergs berühmt-berüchtigstes Werk, von dem ich schon bevor ich es sah viel gehört hatte.
Aber was steckt hinter seinen (splattrigen) Ruf?
Der Anfang beginnt mit einem leicht heruntergekommenen aussehenden Mann der überall Stimmen hört und in einen Supermarkt hilflos umherrennt (schön klaustrophobisch) dann hört er eine Frau über sich lästern und bestraft sie schon mit einen bösen Blick der sie gleich darauf auf die Knie zwingt. Jetzt wird’s splattrig war mein erster Gedanke, aber gegen meine Erwartungen passiert nichts und der übersinnliche Übeltäter rennt einfach wieder weiter.
Aber etwa 10 Minuten später werden wir schon mit einer wunderschönen Splatterszene belohnt wo man wohl sagen könnte der Schauspieler hat sein Innerstes nach Außen gekehrt.
Wer das nun mit Freude gelesen hat muss ich jetzt aber leider entäuschen, denn splattermäßig war es das eigentlich für den ganzen Film.
Also reine Splatterfans werden mit den Film doch nicht so eine Freude haben wie es sein Ruf eigentlich erwarten lässt, aber abgesehen davon hat der Film ja ganz andere Stärken.
Die Schauspieler agieren gut und der Film ist auch ziemlich spannend (wenn man von ein paar Längen absieht) und das Finale zeugt auch von Qualität.
Aber andererseits ist der Film nicht mehr als ein guter SF-Thriller der es durch seine legendäre Kopfszene zu großer Bekanntheit geschafft hat.
Fazit: Guter Film, den man sich mit ruhigen Gewissen ansehen kann, aber falls man Lust auf ein Cronenberg-Meisterwerk hat ist man mit „Die Unzertrennlichen“ oder „Die Fliege“ sicherlich besser bedient.
7/10