Sci-Fi-Thriller. Cameron Vail ist ein menschliches Wrack. Doch er hat eine besondere Gabe. Er ist ein Scanner, ein Mensch mit ausgeprägten telepathischen Fähigkeiten. Mit Hilfe von Dr. Paul Ruth gelingt es ihm Kontrolle über seine Gabe zu erlangen. Derweil formiert sein hasserfüllter Artgenosse Darryl Revok eine Untergrund-Organisation von Scannern, um die Gesellschaft, welche sie geschaffen hat, zu zerstören. Nur Cameron kann dem Einhalt gebieten.
David Cronenberg gehört nicht umsonst zu den grossen Namen im Bereich des phantastischen Films mit Anspruch. So greift er auch in diesem Werk eine ungewöhnliche Geschichte auf, welche die Urängste des Menschen mit Gesellschaftskritik und Aussenseiterdrama verbindet. Die „Normalen“ sperren und quälen alle Anderstartigen ein, anstatt sie zu respektieren. Dies kann man gut auf Randgruppen in der realen Welt übertragen, die so lange ignoriert und gedemütigt werden bis sie zurückzuschlagen. Fortan werden solche Menschen dann als Verbrecher und Terroristen tituliert. Eindrucksvoll zeigt der Regisseur die Unfähigkeit zur Toleranz und die mangelnde Bereitschaft Fremdes anzunehmen. Was auf der Leinwand unaufhaltsam auf eine Tragödie zusteuert, ist auch in der Realität Ursache für viele Konflikte und grosses Elend. Das zwiespältige Ende unterstreicht die kritische, düstere Aura zudem sehr treffend. Mit „Scanners“ hat Cronenberg einen weiteren Genre-Meilenstein gesetzt, was nicht zuletzt den hervorragenden Darsteller zu verdanken ist. Allen voran Michael Ironside („Total Recall“), welcher den Bösewicht (einen davon?) mit diabolischer Hingabe verkörpert, aber diesem doch eine tragische Seite verleiht, ist eine Wucht! Gefolgt von Scanners 2 und 3.
Score: 9
Härte: 7