Cameron ist alles andere als ein normaler junger Mann. Andauernd hört er die Stimmen seiner Mitmenschen in seinem Kopf, ja, es scheint sogar als würden sich die Personen, die um ihn sind, in seinem Kopf befinden. Eines Tages hört er die Stimmen von zwei Frauen, die in seiner Nähe über ihn lästern. Er ist erbost, was zur Folge hat das eine dieser Frauen von fürchterlichen Kämpfen heimgesucht wird. Sie windet sich am Boden und ringt mit dem Tod. Als Cameron dann von Sicherheitsbeamten verfolgt und gefangengenommen wird, weiß er gar nicht wie ihm geschieht.
Scanners ist so der typische Horrorklassiker von David Cronenberg, der eigentlich mit Horror gar nicht so viel am Hut ab. Vielmehr geht es um telepathisch überbegabte Menschen, denen durch medizinische Manipulation geistige Kräfte gegeben wurden, mit denen sie mental so allerlei anstellen können, wenn es sein muß sogar bis der Kopf platzt (der von anderen jetzt, nicht der eigene, wie wir zu Beginn recht eindrucksvoll begutachten dürfen).
Eine Gruppe der Scanners hat sich mittlerweile im Untergrund unter der Führung des Extremisten Darry Revok organisiert und plant mal eben mittels ihrer Fähigkeiten die Weltherrschaft zu übernehmen. Von der Öffentlichkeit werden die Scanners offen angefeindet, was gewisse Parallelen zu den X-Men nahelegt. Cameron ist dabei noch ein unbekannter Telepathist und wird ausgebildet dem kriminellen Gedankennetzwerk die Stirn bzw. die Gedanken hinter der Stirn zu bieten.
Wie vielmals bei Cronenberg stand nur ein geringes Geld zur Realisierung zur Verfügung. Natürlich läßt es sich der Meister auch nicht nehmen einige blutige Szenen einzubauen, aber der Großteil, wie auch der Showdown, spielt sich auf mentaler Ebene ab. Die Darsteller verkörpern die telepathischen Duelle durch extremverzerring der Mimik recht gut, auch wenn die Story einige Längen bereithält. Als Horrorthriller taugt Scanners durchaus, auch wenn es nicht sein bester Film ist. Immerhin schaffte es der Film auf eine Reihe von Fortsetzungen, was ja auch nicht allzu viele kleine Horrorstreifen von sich behaupten können.
6,5/10