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Einige durchaus innovative Prämissen in postapokalyptischen Gefilden wurden in den vergangenen Jahren zutage gefördert. Da gab es beispielsweise „A Quiet Place“ in dessen Szenerie nur überleben konnte, wer mucksmäuschenstill war. Ähnlich verhält es sich bei dem Zukunfts-Thriller von Regisseur George Nolfi, der unterm Strich jedoch recht formelhaft zu Werke geht.

Die Reaper kamen wie aus dem Nichts und vernichteten einen Großteil der Menschheit. Die kugelsicheren Monster wagen sich jedoch nicht auf Höhen von über 2500 Metern, was zu einer kleinen Siedlung in den Rocky Mountains in Colorado führte. Doch der allein erziehende Vater Will (Anthony Mackie) benötigt dringend Ressourcen für das Atemgerät seines Sohnes. Gemeinsam mit der Physikerin Nina (Morena Baccarin) und Katie (Maddie Hasson) begibt er sich auf eine lebensgefährliche Odyssee…

Die Überlebensszenerie sah selten so einladend aus, denn auf über 2500 Metern Höhe herrscht Einklang mit der Natur, es streifen Pferde, Ochsen und Schafe durch die Gegend und man lebt weit entfernt von Trubel, Smog und Dauerbeschallung. Das wäre auch schnell tödlich, denn die Biester reagieren auf Geräusche und haben offenbar einen Sensor für menschlichem Atem, wonach ab und an Luft anhalten angesagt ist.

Die Kreaturen kommen indes erst nach einer halben Stunde zum Vorschein und gleichen panzerartigen Reptilien. Die Gestaltung geht in Ordnung, die akustische Untermalung wirkt allerdings weniger innovativ. Warum die genau bei 2500 Metern stoppen, erklärt sich genauso wenig wie ihre undurchdringliche Panzerung, - sie sind im Zweifel halt tödlich.
Derweil geht die Grundlage der wenigen Figuren (alle haben menschliche Verluste erlitten) in Ordnung, sonderliche Entwicklungen sind hingegen kaum zu verzeichnen. Ihr gemeinsames Überlebensziel eint sie.

Immerhin geht das Abenteuer hinsichtlich verschiedener Ortswechsel einigermaßen abwechslungsreich vonstatten. Richtig gut ist ein Angriff in der Nähe eines Skilifts, hinzu gesellen sich die Erkundung einer Miene und auch in einem verwaisten Hospital scheint man nicht auf Dauer sicher. Bei alledem mangelt es leider am absoluten Nervenkitzel, denn obgleich sich zuweilen spannende Momente ergeben, schimmert die Dringlichkeit ihres vermeintlichen Himmelfahrtskommandos nur allzu selten durch.

Gegen Ende kommt es zu einigen arg konstruierten Momenten, die dazugehörigen CGI sehen allerdings okay aus, gleiches gilt für die Darstellerleistungen und den zweckdienlichen Score.
Neben der hübschen Landschaft bleibt am Ende nicht viel hängen und trotz überschaubarer Laufzeit von 91 Minuten nutzt man die taugliche Ausgangssituation nicht genügend, um das Level an Action und Spannung in die Höhe zu treiben. Sehbar, aber wenig überraschend und insgesamt eher austauschbar.
6 von 10

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