Dass er etwas zu alt ist, um einen Brief an Santa zu schreiben, dass weiß Liam eigentlich selber. Dass der elfjährige Legastheniker durch einen Rechtschreibfehler seine Nachricht an Satan adressiert, freut den Herren der Unterwelt wiederum derart, dass er kurz darauf in Liams Schlafzimmer auftaucht und ihm drei Wünsche anbietet. Und birgt diese Ausgangssituation immerhin Potential in komödiantischer Hinsicht, so ist die von Bobby Farrelly inszenierte Klamotte derart uninspiriert und frei von Elan umgesetzt, dass sich alsbald Ernüchterung breitmacht.
Da reißt Jack Black als noch halbwegs bemüht agierender Höllenfürst auch nicht mehr viel in dieser Auftragsarbeit. Nach mehr fühlt sich das Ganze nämlich nicht an. Das Spiel des gesamten Ensembles wirkt wenig natürlich, tonal weiß die Erzählung auch nicht, wo sie hinwill. Der Humor, wenn auch ab und an mal vorhanden, reicht vielleicht mal für einen Schmunzler hier und da, ist dabei eher anspruchslos und lässt Chancen liegen. Dazu möchte das Skript hier noch Drama reinbringen, was dank der schwach gezeichneten Elternfiguren völlig deplatziert wirkt und sich nicht organisch mit dem Rest verweben will. Bald zieht sich die Chose auch ob der behäbigen und nicht auf den Punkt kommenden Inszenierung. Irgendwo tummeln sich noch Ben Stiller und Kyle Gass, auch schon egal.
„You can probably guess my room number.“
Es fehlt an Witz, an Elan, an Esprit. Aus der zugegebenermaßen witzigen Grundidee schafft es „Dear Santa“ nicht, etwas ausreichend Unterhaltsames zu fabrizieren. So zieht sich das von einem wenig authentisch aufspielenden Ensemble Dargebotene dahin, wirkt tonal unentschlossen und wenig filmisch. Es bleibt das Gefühl einer Auftragsarbeit für einen Streamingdienst. Passend zu Weihnachten: kann man sich schenken.