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iHaveCNit: Der Herr Der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim (2024) – Kenji Kamiyama – Warner

Deutscher Kinostart: 12.12.2024

gesehen am 23.12.2024

Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 5 – Reihe 13, Platz 13 – 20:00 Uhr

Ein Film, der für mich auch noch interessant gewesen ist, ist ein neuer Film aus dem „Der Herr Der Ringe“-Universum, der dieses Mal nicht als Realfilm, sondern als Animationsfilm inszeniert worden ist und mal weniger von Schmucktransporten in Mittelerde handelt. „Der Herr Der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim“ von Kenji Kamiyama erzählt uns eine Geschichte weit vor dem legendären Schmucktransport.

Helm ist der König des Königreichs Rohan. Bei einem Rat lässt sich auch der Dünländer Fürst Freca blicken, der die Vermählung seines Sohns Wulf mit Helms Tochter Hera anstrebt um das Reich zu stärken – vor allem weil sich beide auch schon seit Kindheitstagen kennen. Bei einem entscheidenden Faustkampf wird Freca jedoch von Helm tödlich getroffen. Noch ahnen Hera und Helm nicht, welche Folgen dies für das Königreich Rohans haben kann, als es einige Zeit später zur Rache von Wulf kommt.

In einem anime-lastigen Animationsstil, der zum Teil auch bei Einstellungen mit computergenerierten Landschaften und Effekten kombiniert wird katapultiert uns Kenji Kamiyama in ein sehr schön gestaltetes Reich, bei dem jedoch ab und an die Kombination und auch die Animationen selbst vielleicht eine Spur zu hölzern wirken können. Dennoch hat es mir gefallen und das war für mich visuell mal wieder erfrischend. Die Geschichte lebt von einer gewissen Tiefe, die sich durch die Verbindungen der Charaktere bereits im Vorfeld ergeben hat und die Welt, die damit erschaffen wurde. Die klassischen Motive wie Liebe, Mord, Verrat und Rache machen den Film auch durch seine wenigen Handlungsorte mit einem Fokus auf Rohan und die Hornburg auch zu einer Art epischen Oper, an deren Spitze vor allem die sehr ambivalent gestaltete, weibliche Hauptfigur Hera steht und wie sie die inneren und äußeren Konflikte der entstehenden Konflikte, Schlachten und Ereignisse mit erlebt. Jedoch wäre bei allem ein wenig mehr Selbstbewusstsein und Fokus auch in der Inszenierung von Dialogen, der Action und auch der Ausarbeitung der Charaktere drin gewesen, so dass das volle Potential nicht komplett ausgeschöpft werden konnte.

„Der Herr Der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim“ - My First Look – 7/10 Punkte

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