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Ein Mann erwacht verletzt im Wald und schleppt sich zu einer Raststätte, wo er zwei Cops anspricht. In einer Rückblende erfahren wir, dass er als aufstrebender Nachrichten-TV-Star in einem Wochenendcamp Zeuge eines Mordes wurde, den Häschern entkommen konnte und sich nach nächtlicher Ohnmacht im Wald schliesslich zu den Cops retten konnte. Natürlich finden sich inzwischen keine Spuren des Vorfalls, der Held der Geschichte forscht nach und gelangt auf die Spur einer rechtsradikalen Untergrundorganisation. Bald schon muss er nicht nur um seine Integrität, sondern auch um sein Leben fürchten...

Klingt alles nicht sonderlich aufregend und ist erst mal Standard-Thrillerkost von der Stange. Doch Geduld! Denn allmählich entfaltet sich ein dichtes Verschwörungs-Netz, das immer komplexer wird. In der Mitte der Staffel nimmt die Handlung dann auch deutlich Fahrt auf und mutiert vom Verschwörungsthriller zum immer blutiger werdenden Actionthriller, in dem dann auch viel gestorben wird. Dabei macht die Handlung den Reiz der Geschichte aus. "The Madness" ist nicht einfach nur ein Verschwörungsthriller, sondern kommentiert auch treffend die heutige politische Situation. Verschiedene Themen wie Alltags-Rassismus, kriminelle Lobbyisten, rechter Netzwerke, Bestechung, Vernetzung von Tech-Industrie und Politik, sowie der Ohnmacht der Ermittlungsbehörden werden gut dargestellt und mit leiser Ironie hinterfragt. Zwar bedient sich die Serie leider auch einiger Klischees, ist insgesamt aber ein anspruchsvoller und kluger Kommentar zur politischen Lage in den USA. Und dazu noch super-spannend!


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