Das Exorzist-Prequel sollte ursprünglich unter der Regie von Paul Schrader entstehen. Dieser lieferte der Produktionsfirma "Morgan Creek" auftragsgemäß auch einen fertigen Film ab -- diese lehnte Schrader's Schnittfassung allerdings ab, da das fertige Produkt nicht den Erwartungen entsprach. Anstelle von kassenträchtigem Horror lieferte Schrader ein psychologisches Drama ab, das primär die seelischen Probleme von Pater Merrin beleuchtet und lediglich am Rande die Horrorelemente der Story abwickelt.
Da eine veränderte Schnittfassung den Film nicht ohne weiteres in eine neue Richtung lenken konnte, entließ man Schrader und engagierte den Action-Routinier Renny Harlin. In diesem Zusammenhang von Nachdrehs zu sprechen, würde die Sache allerdings nicht treffen, denn Harlin drehte nahezu alle Einstellungen des Films neu und lieferte mehr oder weniger einen völlig anderen Film ab (sogar große Teile der Besetzung wurden ausgetauscht).
Diese den Produzenten-Wünschen entsprechende und weit horrorlastigere Version des Prequels wurde schließlich mit respektablem Erfolg in die Kinos gebracht.