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Der Maler Neal Emery wird tot in Trinidad aufgefunden, die Polizei geht erstmal von einem Selbstmord aus.

Die Frau des Toten, Chris Emery (Rita Hayworth) bezweifelt den Suizid ihres Mannes und widerlegt die Argumente der hiesigen Polizei das ihr Mann sich selber umgebracht hat. Da sie im Showgeschäft als Sängerin tätig ist und einen Skandal vermeiden möchte, vereinbart sie mit Inspektor Smythe von der britischen Kolonialpolizei diese bei der Aufklärung des vermeintlichen Mordes mit allen Mitteln zu unterstützen.

Zur gleichen Zeit kommt der Bruder von Neal, Steve Emery (Glenn Ford), in Trinidad an, da er von ihm einen mysteriösen Brief bzw. eine Einladung erhalten hat.

Auch Steve bezweifelt den Selbstmord und fängt an zu recherchieren. Seine Nachforschungen führen ihn zu seiner Schwägerin Chris, deren Aussagen er misstraut, und zu dem reichen Geschäftsmann Max Fabian (Alexander Scourby). Er verdächtigt beide etwas mit dem Tod seines Bruders zu tun zu haben. Das Problem ist nur das er für Chris, die ihn auch bittet vorübergehend bei Ihr einzuziehen, mittlerweile starke Gefühle hegt.

Als Chris zu einer Party bei Max Fabian eingeladen ist entdeckt sie das Max in kriminellen Machenschaften verwickelt ist die zum Ziel haben Amerika mit Langstreckenraketen anzugreifen. Als Steve dann auch noch auf der Party auftaucht eskalieren die Ereignisse soweit das der Fall geklärt wird.

Der Film könnte Fritz Lang für seinen zwei Jahre später aufgeführten Film "Heißes Eisen" als Vorlage gedient haben, zumindest habe ich ein paar Parallelen festgestellt: Der Film beginnt mit einem Selbstmord, Glenn Ford als Hauptcharakter und Ermittler, Alexander Scourby als Antagonist usw. außer das Affäre in Trinidad noch um ein Kalter Krieg Paranoia Thema angereichert wird.

Die Handlung dreht sich um Spionage, Mord und die dunklen Machenschaften auf einer karibischen Insel, eingebettet in die tropische Atmosphäre Trinidads.

"Affäre in Trinidad" ist ein klassischer Hollywood-Noir, der ganz auf den Star-Appeal von Rita Hayworth setzt.

Rita Hayworth hat sich nach einer vierjähriger künstlerischen Filmpause wieder mit Glenn Ford zusammengetan, allerdings fand ich ihr Zusammenspiel und ihre Chemie in Gilda erheblich besser.

Das Handlungsgerüst ist nicht immer durchgehend schlüssig aufgebaut und die Schauspieler bewegen sich zwar routiniert, aber manchmal auch etwas gefühlt lustlos durch das Geschehen.

Gut gefallen hat mir aber Alexander Scourby als Bad Guy, der ganz unaufgeregt und charmant seinen Machenschaften nachgeht. Zickige Mädels, sein Gefolge das permanent Kontra gibt, seine Gefühle zu der Sängerin Chris und sogar ein Bauchschuss entgegnet er nur mit einer stoischen Gelassenheit. Es ist halt so wie es ist, sich aufregen bringt nichts.

Die Musik- und Tanzszenen unterbrechen stellenweise die Dramaturgie, sind aber ein nostalgisches Highlight für Fans von Rita Hayworth und klassischen Filmen.

Trotz einiger Längen ist der Film nicht schlecht und gut anzuschauen und ein sehenswertes Beispiel für das Hollywood-Kino der 50er Jahre auch wenn er stilistisch nicht an die großen Noir-Werke heranreicht - für Fans der Darsteller aber ganz in Ordnung.








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