Verschenkter Dschungelthriller…24.10.2025
Der Rahmen
Läuft alles nicht so gut für Nick, der als Touristenguide ebendiese in den Dschungel irgendwo in Asien führt. Die zwei Pärchen möchten ein klein wenig Abenteuer erleben, aber bitte mit ein klein wenig Komfort. Ärgerlich, daß es innerhalb der Gruppe Zwistigkeiten gibt, noch ärgerlicher aber, daß sich einer der Gruppe in das Territorium der Ureinwohner wagt, welches doch sauber durch Schilder abgegrenzt ist. Noch dümmer, daß die Einheimischen Kannibalen sind, und so wird schnell die Jagd auf den Touristenvierer eröffnet, denn Nick, an sich kein Dummer, muß leider als erster dran glauben. So sind die Vier völlig vernachlässigbaren Nasen auf sich allein gestellt und müssen eine Hatz durch den Dschungel überleben.
Gucken oder nicht?
Man wähnt sich auf der sicheren Seite…doch das täuscht.
Warum?
Gleich zu Beginn wird ein Bauarbeiter im Dschungel von seltsam bemalten, kleinen Einheimischen fies dahingemetzelt, wenngleich man die Bluttat mehr erahnen als sehen darf. Danach: Schwenk auf ein schönes Urlaubsresort mitsamt den typischen Instagramtouristen, zwei völlig egale Paare, die ein klein wenig was erleben wollen. Es gibt innerhalb der Paare noch Beziehungsgedöns, doch das ist weder wichtig, noch wird es weiter erläutert. Und so ist der ganze Film…um die Spannung hoch zu halten, dürfen zwei Mopedfahrer eben mal schnell vom Weg abkommen und den Einheimischen in die Hände fallen…aber auch hier wartet der Bluthund vergebens. Der ganze Film ist reichlich lahm und zahm inszeniert, und wäre da nicht der grüne Dschungel, der wahrlich fein in Szene gesetzt wurde, langweilte man sich noch viel mehr als eh schon. Kurzum: wer hier einen spannend-blutigen Kannibalenfilm erwartet, geht fehl, denn der Film ist weder noch, dafür reichlich gefüllt mit Logiklöchern und dummen Dialogen.
Die Note
Wie man das richtig macht, zeigt Eli Roth im Green Inferno – wie man es falsch macht, kann man hier lernen. Schade, denn der Dschungel und das Setting hätte deutlich mehr hergegeben, wenn sich die Regie nur getraut hätte. Hat sich nicht, und daher ist der Film wahrlich kein Vergnügen, mäßig spannend und nur wegen des Grüns ansehbar - 4/10.