Autoren im Horrorbereich dürften sich bereits seit geraumer Zeit die Köpfe zermatern, um dem Zombiegenre in irgendeiner Form neue Impulse zu verleihen. Ein frisches Setting, skurriler Humor oder untypisch auftretende Infizierte sind diesbezüglich herzlich willkommen. Doch der Streifen von Co-Autor und Regisseur Jeff Wolfe ist derart plump aufgebaut, dass der Zombiebraten bereits mit den ersten Angriffen erschnuppert werden dürfte.
Ranger Neil muss das spurlose Verschwinden seines Sohnes vor einigen Monaten noch verarbeiten, während seine Frau immer tiefer ins Glas schaut. Als er und einige Kollegen zum Tatort eines tollwütigen Hundes beordert werden, zögert Neil, woraufhin jemand gebissen wird. Das Schicksal in dem beschaulichen Ort nimmt seinen Lauf…
Ein Familiendrama mit Trauerbewältigung steht in den ersten zwanzig Minuten im Mittelpunkt. Die schlichten Sachverhalte könnte man zwar problemlos in der Hälfte der Zeit erzählen, doch zumindest lernt man den Protagonisten dadurch etwas besser kennen.
Entsprechend wartet man jedoch auch, bis die ersten Infizierten in Erscheinung treten.
Diese sind überraschend flink unterwegs und können sich auch mal so verbiegen, dass die Knochen krachen. Die kurzen Auseinandersetzungen gehen mit einigen Kopfschüssen, dem Verbrennen eines Körpers und zahlreichen Schlägen mit Alltagsgegenständen einher, wobei die Gewalteinlagen weitgehend frei von CGI in Szene gesetzt sind und auch das teils aufwendige Make-up kann sich sehen lassen.
Nur leider bleibt der Handlungskosmos arg begrenzt, es gibt kaum atmosphärische Einzelschauplätze und zudem ein unausgegorenes Erzähltempo. Kleinen Actioneinlagen folgen viel zu ausufernde Pausen mit eher nichtigen Handlungen oder kurzen Aussprachen, wodurch erst gar kein Drive entsteht.
Schlimmer noch: Mit Fortlaufen der Geschichte wird immer deutlicher, worauf der finale Akt hinauslaufen dürfte. Zu offensichtlich stechen einige Begebenheiten ins Auge und spätestens kurz vorm Showdown dürften all jene im Bilde sein, die den Stoff bis dato eher beiläufig konsumierten. Drei Drehbuchautoren benötigte es, um zahlreiche Logiklöcher zu kreieren, da man das Publikum offenbar für völlig blöde hält.
Da mag sich Hauptdarsteller Billy Burke noch so wacker schlagen und die Kamera sogar einige recht kunstvoll gestaltete Fahrten liefern, - die eigentliche Action fällt zu mickrig aus und der ach so große Twist entpuppt sich als bereits bekannte und weit im Vorfeld erahnbare Nummer.
3,5 von 10