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Carry on, Flugsicherheit!

„ChatGPT, schreib einen Film, der aus Elementen und Situationen von anderen, bereits erfolgreichen Thrillern und Actionfilmen besteht, also beispielsweise DIE HARDER oder 24 oder auch so etwas wie THE COMMUTER oder NON-STOP (vielleicht bekommen wir ja deren Regisseur). Der Film sollte an Weihnachten spielen, damit er im Dezember häufig abgerufen wird und wir ihn jedes Jahr wieder featuren können, aber nicht zu weihnachtlich sein, so dass er auch das ganze Jahr über geschaut wird. In den Hauptrollen sollten bekannte Gesichter zu sehen sein, aber keine zu großen Stars wegen des Budgets. Die Regie soll jemand führen, der Actionerfahrung hat, aber keinen zu auffälligen Stil (siehe oben). Die Geschichte braucht ein paar Twists, damit die Zuschauer nicht abbrechen, aber zu kompliziert sollte sie auch nicht sein. Am besten sollte alles in einer Location spielen – wegen des Budgets.“ 

Die KI wird immer besser. Sieht man einmal davon ab, dass der dämlich betitelte CARRY-ON (gut, „Handgepäck“ wäre ein noch schlechterer Titel gewesen) ein durch und durch konstruierter und zusammengeborgter Thriller ist, wird man eigentlich prächtig unterhalten. Zumindest um Längen besser als bei ähnlichen von Algorithmen errechneten Produkten wie RED NOTICE, THE GRAY MAN (Netflix), GHOSTED (apple+) oder CITADEL (amazon). 

Taron Egerton als ambititionierter Flugsicherheitsmann und Jason Bateman als eiskalter Strippenzieher (ein Update seiner OZARK Rolle) machen ihre Sache gut und auch wenn die meisten Wendungen wenig überraschend kommen und man manche Vorgänge besser nicht hinterfragt, hat der Film über seine zwei Stunden Laufzeit doch genug Tempo und Spannung für einen kurzweiligen Abend. Und eine Kampfszene in einem fahrenden Wagen zu Whams „Last Christmas“ ist sogar richtig gut.

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