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Der zweite Teil von "Terror within" wurde vom Hauptdarsteller des ersten Teils (und auch dieses Films) Andrew Stevens inszeniert. Dieser hat zwar in einigen bedeutenden Filmen mitgespielt, ist aber am besten in Soaps und Billigfilmen aufgehoben. Dass er ein durchaus annehmbarer Low-Budget Regisseur ist, hat mich ziemlich überrascht, denn seine Leistung im ersten Teil hatte mich doch eher vermuten lassen, er wolle diesen Auftritt möglichst schnell vergessen machen! Stattdessen wickelte er sich einen Mop ums Haupt und spann die düstere Zukunftsvision genau dort weiter (es ist sogar noch sein Hund aus dem ersten Teil dabei), wo der Vorgänger gnädigerweise (in einem gut gelungenen Finale) aufhörte. Diese Konsequenz ist verblüffend, wurden diese Alien-Ripoffs doch ansonsten eher durch ihre Beliebigkeit, was Orte und Personen angeht, ausgezeichnet. Tatsächlich ist es Stevens sehr gut gelungen, seine Heldenrolle etwas Outsiderhaft (und mit angenehm schwachen Eigenschaften) neben eine zweite handlungstragende Gruppe zu stellen - vielleicht gelang ihm deshalb eine durchgehend unterhaltsame Atmosphäre? Und hier ist der grooooße Unterschied zu Teil 1: während dieser nur vor sich hin inszeniert war und die Darsteller völlig fehl am Platz wirkten, hat dieser Film hier die nötige Atmosphäre, interessante und sogar gut gespielte Charaktere und zeigt auch deutlich mehr Details der "verlassenen" Welt. Ein absoluter Pluspunkt sind auch die wesentlich drastischer ausgefallenen Effekte (Ja, auch in dieser Corman-Produktion gibt es die obligatorische Monstergeburt, die aber hier im Vergleich zum ersten Teil deutlich harmloser ausfiel), die einfach viel mehr knallen und nicht nur nach dem Motto "schmier ein bisschen Ketchup an den Hals, dann sind die Idioten befriedigt" ablaufen. Besser gelungen auch die Inszenierung des/der Monster, die Stück für Stück eingeführt werden, mal links vor die Kamera hüpfen, mal dort auftauchen, etc. bis sie am Ende volle Möhre Rabatz schlagen! Das make-up hat mich irgendwie an die späten Frank-Henenlotter-Filme erinnert...Absolut hervorzuheben ist, dass Stevens es nicht versäumt hat, gleich mehrere "böse" Menschen mit in die Handlung zu geleiten, und damit gleichzeitig etwas Sympathie für die Monster zu heischen - so macht man aus wenig Moneten viel Spannung. Eine der wohl unvergesslichsten Szenen dürfte sein, wie Held (mit junger Tussi) in ein Lager von "Scavengers", wenig vertrauenserweckender Überlebender in einer Höhle, mit einer scheinheiligen Ausrede von dem Mädel getrennt wird und während er sich vergnügt, wird sie an einen anderen Ort geschleppt und in eine perfide Opfer/Vergewaltigungs-Einrichtung gespannt wird (hier erinnert der Film mit seinen Gegenschnitten einen Augenblick lang an Peckinpah's "Straw Dogs", hach...) und, ehe Held sie retten kann (was er eigentlich dann auch gar nicht kann), das Monstrum sich tatsächlich an ihr vergeht und wir alle dabei sein dürfen! Das erinnerte mich so wunderbar an die Maden-Vergewaltigungsszene des Corman-Klassikers "Planet des Schreckens". Noch besser wird das nur dadurch, dass die Geschändete sich gleich im Anschluss mittels Köpfung bei ihrem "Befruchter" bedanken darf.
Zuletzt gefiel mir auch der nette Einfall, dass es mitten in der Wüste sich bewegende Kakteen gibt, in denen Vogelspinnen zusammen mit Giftmatsch hausen (ein Angreifer darf sich mit beidem Vergnügen).

Fazit: großes Kino, nur ohne Kino. Beste Low Budget Unterhaltung, wie man sie sich wünscht: hirnfrei und blutrünstig!

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