5
Handwerklich und auch atmosphärisch überaus solide inszenierter Slasher, der leider ein ziemliches Rip-Off des kurz zuvor erschienenen und thematisch artverwandten "Halloween 2" darstellt: Irrer Psycho schnitzelt sich durchs nächtliche Krankenhaus, während sein weibliches Hauptopfer schreiend das Weite sucht... Immerhin ist Ex-Playmate Barbi Benton ein echtes Eyecandy und längst nicht so spröde wie Jamie Lee Curtis - das Schauspielern hat allerdings auch diese Dame nicht erfunden. Zwar gibt sich Regisseur Boaz Davidson (der sich im Laufe der Jahrzehnte als weitaus besserer Produzent denn als Filmemacher entpuppen sollte) alle Mühe, einpaar blutig-brutale Morde in Szene zu setzen - kaschieren können diese das Minimum an Handlung und Spannung jedoch leider auch nicht...
6
Dieser Hospital-Alptraum ist wie HALLOWEEN 2, nur im Sleazy-Modus. "Ärztliche Untersuchungen" sind hier nur ein Vorwand, um nackte Haut zu zeigen. Der Plot besteht fast nur darin, dass die Protagonistin durch das Krankenhausgebäude irrt und sie auf ihrer Odyssee durch die langen Korridore auf die merkwürdigsten Gestalten trifft. Die Doktoren, die Schwestern, die Patienten - alle haben sie einen an der Klatsche. Und diese wandelnden Karrikaturen sorgen in Verbindung mit der durchgehend aufgesetzten Grimmigkeit für reichlich ungewollte Komik. Hinzu kommen unfassbar debile Jump Scares, die in einer schieren Unmenge verheizt werden. Allenfalls die heftigen Wutausbrüche des brutalen Psychos sorgen für Gänsehaut. Dem Rätsel um die vertauschten Röntgenaufnahmen wird fast mehr Platz eingeräumt als der eigentlichen Slasherhandlung. Fazit: Unterhaltsam, wenn man in der richtigen Stimmung ist.
6
Solider Krankenhaus-Slasher aus der Golan/Globus-Schmiede. Boaz "Eis am Stiel" Davidson als Regisseur sollte hier nicht abschrecken, denn "X-Ray" verzichtet auf die genreübliche Sex-Aufmotzung und hält sich auch mit belanglosem Bodycountopfer-Geplänkel angenehm zurück. Der Auftakt ist etwas langatmig geraten, aber danach geht´s spannend zur Sache. Die Atmossphäre ist schön düster und kommt besonders zur Geltung, wenn man das planlose Umherirren auf Krankenhaus-Fluren selber kennt. Nur der Gore-Gehalt hätte für meinen Geschmack nicht so niedrig ausfallen müssen, zumal die wenigen betreffenden Szenen auf durchaus vorhandenes fx-technisches Potential schließen lassen. Aber wie gesagt ist das ganze recht spannend und kann daher und auch, weil mit passagenweise auftretendem schwarzem Humor ein wichtiges Element der Neo-Slasher vorweg genommen wird, Schlitzerfilm-Fans jeder Couleur bedenkenlos empfohlen werden.