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Ein Gangster-Trio terrorisiert die Einwohner der Stadt und der Fall wird an die Chaoten der Police Academy übertragen. Schnell finden die Ermittler heraus, dass es hinter dem Trio einen Mann geben muss, der aus den Verbrechen Kapital schlagen kann und darüber hinaus beschleicht sie der Verdacht, dass sie einen Verräter in den eigenen Reihen haben.

Spätestens nachdem sowohl die positiven Kritiken, als auch die kommerziellen Erfolge bis zum dritten Teil der "Police Academy"-Reihe deutlich zurückgingen, hätte man das Ganze beenden sollen. Nachdem der fünfte Teil nicht einmal mehr 20 Millionen Dollar einspielen konnte, erschien dann auch noch der überflüssige sechste Teil, der gerade einmal 12 Millionen Dollar einspielen konnte und von den Kritikern komplett zerrissen wurde. Aber so schlecht ist der Film nun auch wieder nicht, zumal man sich den unteren Bereich der Skala für den siebten und letzten Teil aufheben sollte, der die Reihe überaus unrühmlich beendete.

Bisher konnte kein Teil der Reihe durch eine vielschichtige oder wenigstens solide Story beeindrucken und natürlich wird dieser Trend auch mit dem sechsten Teil fortgesetzt. Die Charaktere der anderen Filme wurden beibehalten und natürlich einmal mehr sehr stark überkonstruiert und mit Absicht überaus skurril in Szene gesetzt. Natürlich können die Wendungen nicht überraschen und selbstverständlich hält der Film durch seinen schwachen Plot und seine Albernheiten nicht viel als Krimi her. Aber darauf sollte man sich dann doch schon im Vorhinein eingestellt haben, bevor man sich den Film ansieht. Was mich persönlich stört, ist dass die Auflösung am Ende zu unschlüssig ist, denn wenn man schon eine dermaßen flache Story verfilmt, sollte sie doch wenigstens einigermaßen schlüssig sein.

Regisseur Peter Bonerz, der vor und nach "Police Academy 6" lediglich durch diverse Serien in Erscheinung treten konnte, leistet einigermaßen solide Arbeit. Die Filmmusik ist amüsant und kann eine einigermaßen heitere Atmosphäre aufbauen. Am wichtigsten ist jedoch, dass er bei einer solch substanzlosen Handlung das Erzähltempo die ganze Zeit über sehr hoch hält und den Film somit zu keinem Zeitpunkt auf der Stelle treten lässt. Die humoristischen Szenen, zum Großteil niveauloser Slapstick, dosiert er gut und hält den Unterhaltungswert damit im Rahmen des Erträglichen. Über manche der Gags kann man noch schmunzeln, auch wenn man die anderen Teile gesehen hat, allerdings können einige der Gags nicht so wirklich zünden. Man kann sich den Film zu gemühte führen, kann es aber genauso gut lassen und sich stattdessen die besseren Vorgänger ansehen.

Der Cast der vorherigen Teile wurde größtenteils übernommen, wobei das ehemalige Aushängeschild der Reihe, Steve Guttenberg, seit dem fünften Teil nicht mehr dabei ist. Die Darsteller sind gewohnt lustig und bringen ihre tollpatschigen und chaotischen Charaktere überaus belustigend und sehr sympathisch auf die Leinwand. Ohne diese Besetzung, die den niveaulosen Slapstick-Humor sehr gut serviert, wäre der Film wohl endgültig zum Desaster geworden.

Fazit:
So schlecht, wie er immer gemacht wird, ist "Police Academy 6" nun auch nicht. Ich persönlich sehe in im unteren Mittelmaß, da er trotz des ausgelutschten Themas, des niveaulosen Slapstick-Humors und der schwachen Handlung durch lustige Darsteller und ein schnelles Tempo solide unterhalten kann. Für Slapstick-Fans empfehlenswert.

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