(Spoiler inside)
Erst mal dazu: Ich verstehe nicht, was an diesem Film für ein FSK 16 so hart sein soll. Fast jeder Krokodil/Alligator-Horrorfilm ist härter als dieser Film. Und ich könnte viele andere Filme mit FSK 16 aufzählen, daß viel härter sind als dieses Machwerk. Man sieht ja kaum etwas, wenn die Python zuschlägt. Aufgrund der anderen Eintragungen machte ich mich auf ein paar herbe Szenen gefaßt. Und was war? Es werden zwar einige Leute von der Schlange gekillt, aber man sieht ja so gut wie gar nichts. Zwei Szenen sieht man flüchtig. Einer Frau wird vom Schwanz der Schlange der Kopf abgeschlagen, aber diese Szene dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde, daß man auch nicht wirklich etwas sieht. Und die zweite Szene ist die, als Casper Van Dien der Schwanz von der Schlange in den Rücken gebohrt wird. Man sieht die Ansicht von vorne, ein Tropfen Blut dürfte ihm aus dem Mund geronnen sein. Und man sieht ein paar verätzte Leichen, die die Schlange mit ihrer Magensäure umgebracht hat. Das ist aber schon alles etwas brutalere, was im Film vorkommt. Ansonsten wird immer sofort abgebrochen, wenn sich die Schlange dem Opfer nähert. Gut, einmal packt einen Mann die Schlange und wirft ihn gegen die Wand. Dann speit die Schlange ihr Gift, und dann wird geschnitten.
Es sind auch sehr viele unglaubwürdige Handlungen in diesem Film. Jeder will sich mit der 40-Meter Python anlegen bzw. den Held spielen. Als zwei Leute sich in einem Bunker vor der Schlange verstecken, vergessen sie, die Türe zu schließen. Wie kann man nur so blöde sein? Oder als die Schlange sich Casper van Dien nähert, fordert ihm Robert Englund, der Wissenschaftler auf, sich nicht zu bewegen, da das 40-Meter-Reptil ihn sonst bermerken würde. Aber das half nichts. Die Schlange richtete sich vor ihm auf, und er hob trotz Warnungen von Englund seine mikrige Pistole. 1. Was will er denn mit so einer kleinen Waffe gegen so ein riesiges Vieh ausrichten. 2. Würde sich sicher in so einer Situation vor Angst wirklich niemand mehr rühren. Und es sind noch einige dümmliche Handlungen, die mir nur noch ein müdes Lächeln entlockten. Man merkt den Schauspielern an, daß sie wissen: Es ist alles nur ein Film.
Zwischen dem Anfang und den letzten 40 Minuten passiert wirklich nicht allzu viel. Es wird versucht, diese Längen mit etwas Humor zu überspielen, was aber nur teilweise gelingt. Der einzige Glanzpunkt in diesem Film ist sicherlich Robert Englund, der wie gewohnt, sich von keinem beeindrucken läßt und seine Rolle seriös über die Bühne bringt.
Die Computereffekte sind teilweise etwas besser, teilweise aber auch grottenschlecht. Man denke da nur an die Finalszene, wo ein mittlerer Teil der Schlange in der Säure hineingedrückt wird. Die Schlange platzt auf, und die Eingeweide fallen raus. Ungefähr 1,5 Meter oberhalb der Stelle, wo die Python in die Säure hineingedrückt wird. Die Stelle, die in der Säure badet, bleibt ganz. Und die Eingeweide schauen aus, als wären sie billig hineingezeichnet. Und das Gift der Schlange, das sie einmal ausspritzt, schaut auch total utopisch aus. Im Großen und Ganzen wurden die Spezialeffekte lieblos produziert.
Fazit: Billiger Tierhorror-Trash, bei dem man aber keine blutigen Einlagen erwarten darf.