Klotzen, nicht kleckern.
Was immer momentan an tierhaften Monstrositäten wiedererweckt wird, es muß schon gigantische Ausmaße haben, um noch ein Schwein dafür zu interessieren.
Die Schweine, die sich dann dafür interessiert haben, müssen aber auch extrem genügsam in punkto Anspruch und Logik sein, damit aus dem Schweinkram keine Sauerei wird.
Diesmal sind die Riesenschlangen dran und weil wir Monsterschlangen schon dutzendfach hatten, wurde hier gleich mal ein 39-Meter-Exemplar geschaffen, dass seltsamerweise einen schnittigen Schwanz hat und Magensäure speit, um uns anzuätzen. Na, doll!
Das Vieh landet nach einem Flugzeugabsturz in einer Kleinstadt, in dem ein Twen-Drama der herzerwärmenden Sorte abläuft, denn ein zurückgekehrter Aussteiger hatte mal kurzfristig seine Herzallerknuddeligste an den patenten Hilfssheriff verloren und nu ist sie zurück zu ihrem Bärchen.
Daß das nicht den üblichen Eifersuchtsscheiß produziert, ist auch schon das Beste, was dem Film passieren kann.
Der Rest ist dafür schön doof von vorne bis hinten: die Existenz der Schlange ist den Kriegstreibereien (und Chemiewaffen) der Armee zu verdanken, ein Einsatzteam (das Kommando hat Casper van Dien, DER Garant für einen miesen Film), Robert Englund weiß mehr, als er sagt und die Twens rennen sich baldigst die Seele aus dem Leib.
Strapaziös für die Logik wird es, wenn da mitten in der Pampa ein unterirdischer Bunker rumsteht und alle Türen offen sind; wenn der Wissenschaftler es versäumt, seinem Armyteam mitzuteilen, daß man dem Vieh ein Schnippchen schlagen kann, wenn man sich ganz still hinstellt; die Soldaten mit Bazookas auf eine Schlangenhaut ballern, der Held in einer Mini-Chemiefabrik seines Bruders arbeitet, in der zwei Hebel umlegt, um wieder Feierabend zu machen, während sonst nur zwei grenzdebile Idioten sich da rumtreiben; wenn von einer 39-Meter-Schlange in einer Garage erst nur der Schwanz zu sehen ist, bis sie plötzlich hinter dem Opfer aufzutauchen, um dann durch eine Art Katzenklappe zu verschwinden.
Das Vieh an sich in ganz imposant, stinkt aber dermaßen nach Pixelgeburt, dass keine echte Freude aufkommen kann, einzig die gut verdauten Leichen sehen brauchbar aus.
Ansonsten nervt man uns mit einem hirntoten Hilfssheriff, den zum Glück auch seine Kollegen als solchen behandeln. Englund brauchte anscheinend dringend mal wieder einen Scheck, sonst hätte er diese blöde Billigrolle nicht angenommen. Wesentliches läßt er sich zwar nicht zu schulden kommen, aber sein Anzug paßt besser in ein Südstaatenepos.
Und eine bazooka-feste Schlange läßt sich natürlich am Ende von Chemieabfällen weichkochen! (2/10)