Aus finanziellen Gründen muss eine von zwei Police Academys geschlossen werden. Die Entscheidung darüber liegt in den Händen eines Komitees, das nun prüft, welche der beiden Schulen schlechter ausbildet. Infolge dessen steht der Leiter einer Polizeischule, Lassard, gespielt George Gaynes, unter erheblichem Druck, beschließt dann aber, seine altbewährte Chaostruppe als Ausbilder einzusetzen.
Nachdem der zweite Teil der "Police Academy"-Reihe wesentlich schlechtere Kritiken als sein Vorgänger bekam (aber dies sollte sich im Laufe der Reihe ja sowieso nicht ändern) und mit einem Einspielergebnis von 55 Millionen Dollar rund 25 Millionen weniger in die Kinokassen spülte, griff man wieder 1:1 auf das altbewährte Konzept zurück und lies die kultige Chaostruppe wieder an der Academy arbeiten, fokussierte erneut die Ausbildung, statt der Einsätze, die im zweiten Teil zu sehen waren. Das alte Konzept funktioniert diesmal jedoch nur teilweise.
Von Anfang an bekommt man nämlich nicht mehr als einen lieblosen Aufguss des ersten Teils zu sehen, der kaum einfallsloser sein könnte. Der Plot passt auf einen Bierdeckel und enthält im Grunde keinen Wendungen, die auch nur ansatzweise überraschen könnten, wobei die Grundidee um die beiden Polizeischulen, die in den direkten Konkurrenzkampf treten müssen, durchaus Möglichkeiten geboten hätte, eine wirklich überzeugende und unterhaltsame Komödie zu schaffen, wobei das Potential kaum ausgeschöpft wird. Ansonsten wären keinerlei Innovationen zu verzeichnen.
Ähnliches gilt für den Humor. Zwar leben längere Reihen durchaus von Running-Gags, man denke nur an die "Simpsons", aber mit bereits verwendeten Lachern allein unterhält eine Komödie leider auch nicht wirklich gut. Und genau dies gilt auch für die verwendeten Gags im Film: Es gibt einfach viel zu wenige Neuerungen und der alte Klamauk ist allmählich definitiv aufgebraucht und zeigt starke Abnutzungserscheinungen, auch wenn die amüsanten Darsteller dann doch ein paar Lacher bereithalten. Action-Szenen gibt es nicht sonderlich viele zu sehen, dafür wird die altbekannte, aber durchaus stimmige Filmmusik erneut verwendet. Die Tatsache, dass den Machern die Ideen ausgegangen sind, zumal man Regisseur Jerry Paris, der bereits im zweiten Teil kaum Innovationen zu bieten hatte, erneut eingesetzt hat, wird mitunter durch das schnelle Erzähltempo ein wenig kaschiert, sodass die kurzweilig Komödie durchaus zu unterhalten vermag, wenn auch nicht wirklich gut.
Steve Guttenberg zeigt sich erneut bestens aufgelegt und landet mit seiner lockeren, sympathischen Art durchaus den einen oder anderen Lacher, womit er einmal mehr unter Beweis stellt, wie unverzichtbar er für die Reihe ist. Gelungen ist ebenfalls die Darstellung von George Gaynes, der als Eric Lassard erneut Slapstick vom Feinsten bietet. Und auch die restlichen "Police Academy"-Veteranen zeigen sich erneut von ihrer besten Seite, egal ob Michael Winslow als wandelnde Beatbox, oder Bubba Smith als gutmütiger Riese und auch die neuen Darsteller lassen keinen Grund zur Beschwerde.
Fazit:
Zwar sorgen das schnelle Erzähltempo und die hervorragend aufgelegten Darsteller für solide und kurzweilige Unterhaltung, aber mehr als ein ideenloser Aufguss des ersten Teils ist "Police Academy 3" leider nicht, da es eindeutig an Einfallsreichtum und Innovation, narrativ, wie inszenatorisch, mangelt.
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