Gleich am Anfang wird man durch eine Texttafel gewarnt, wegen der Gewalt gegen Frauen, Kinder und Schwangere. Brutalster indischer Film aller Zeiten, heißt es überall. Außerdem wurden 300 Liter Kunstblut bei dem Film verbraucht. Beste Voraussetzungen, um zusätzlich noch Splatterfans anzusprechen.
In letzter Zeit ist man einiges an Gewalt gewohnt, wenn man z.B. ein paar der indonesischen Filme der letzten Jahre gesehen hat, wie z.B. The Night Comes for Us oder die beiden The Raid Filme. Auf der gleichen Schiene fährt dieser Film auch. Dazu ist er noch viel cooler und stylisher als jedes Musikvideo. Egal welche Szenen, alle wirken perfekt durchgestylt, was an dem Einsatz von Musik und Zeitlupe liegt. Die elektronische Musik mit teilweise indischen Klängen, passt perfekt zum Geschehen. Keine Angst, auch wenn man keine Bollywood Musik mag, sie klingt überwiegend nicht indisch. Man verzichtet ebenfalls auf die typischen Gesangs- und Tanzszenen. Die so üblichen Liebesgeschichten gibt es hier auch kaum. Frauen spielen hier nur eine kleine Rolle. Es ist ein richtiger Männerfilm.
Am Anfang des Films muss man sich erstmal zurechtfinden, weil es verschiedene Familien und viele Charaktere gibt. Nach ein paar Minuten sollte man die wichtigsten Leute aber draufhaben. Die typische Rachestory ist zwar durch andere Filme bekannt, aber sie ist einigermaßen spannend inszeniert. Sobald der Mörder feststeht, geht die Action voll ab. Marco ist fast unbesiegbar und metzelt sich manchmal durch Gegnerhorden. Es kommen verschiedene Waffen zum Einsatz, wie z.B. Messer, Axt, Kettensäge und eine Gatling Gun. Seine Hände reichen meistens aber auch schon aus, um seine Gegner zu töten. Mit denen kann er z.B. Herzen rausreißen. Die Kämpfe sind meistens im typischen Bollywood Stil. Nicht immer realistisch, aber spektakulär und cool, und immer mit Zeitlupe und zur Musik passenden Schnitten. Leider benutzt man zu den 300 Litern Kunstblut in manchen Szenen etwas CGI-Blut. Vielleicht ging es in den Szenen nicht anders, weil es z.B. One-Take Szenen waren und es sonst zu schwierig wäre. Zum Glück hält man sich in Grenzen und oft sieht es sogar gut und passend aus.
Kommen wir nun zu den heftigen Szenen. Alles andere kennt man bereits so ähnlich, bis auf die Gewalt gegen Kinder in dieser Form. Einem Kind wird das Gesicht zertrümmert, eines wird erhängt und ein anderes die Treppe runter geworfen. Das Familienmassaker ist lang und wirklich hart. In der Form hat man so etwas wohl noch nie in einem Film gesehen. In paar alten Hong Kong Filmen wurden zwar auch schon Kinder ermordet, aber nie in der Länge und so brutal wie hier.
Wäre der Film nicht so obercool und stylish gemacht, würde er noch viel härter rüberkommen. So wirkt er wie eine Comicverfilmung oder ein Superheldenfilm. Das macht mir aber nichts aus, denn genau diese übertriebene Coolnes und Gewalt macht richtig viel Spaß.
Noch etwas Lustiges: Marco raucht ständig dicke Zigarren, einmal sogar während des Kämpfens. Ich glaube, ich habe noch nie einen Film gesehen, in dem eine einzige Person so viel geraucht hat.
Fazit: Das Endlevel der Coolnes und der Gewalt wurde bei diesem Film erreicht.