Die ersten 70 Minuten sind wirr und überflüssig: Unnötige Rückblenden, peinliche Dialoge und unpassende Disco-Beats, die jede Szene sabotieren. Handlung und Figuren bleiben egal. Das Drehbuch hat starke Godfrey Ho-Vibes ;-) Dann beginnt endlich die Action: Comichaft überzogen, ohne Realitätsanspruch. CGI-Blut spritzt, während der allmächtige Marco seine Gegner gnadenlos vernichtet. Gewalt und Rache werden klar verherrlicht, weniger durch Gore als durch den kompromisslosen Zerstörungswillen aller Beteiligten. Dadurch besitzt der Film eine relativ harte Tonalität trotz starker Überzeichnung. Qualitativ klar unter The Raid (2011) oder The Night Comes for Us (2018), aber mit spürbarem Impact und Spaßfaktor...Jedenfalls, sobald man die blamable erste Hälfte hinter sich gebracht hat. Die ist echt richtig, richtig mies, und das rächt sich in der Gesamtbewertung.