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Teenagerin Quinn und ihr Vater ziehen aus der Großstadt aufs Land in das Kaff Kettle Springs. Hier ist natürlich alles Mist für die junge Dame und WiFi wichtiger als Essen. Die örtlichen Jugendlichen verstehen sich mit den Erwachsenen eh nicht besonders und drehen Internetvideos mit dem lokalen Maskottchen – dem Clown Frendo, der einst Elon Musks Maissirupfabrik zierte. Bald wird aus dem Spaß Ernst, als ein ebenso gekleideter Clown anfängt, Jagd auf die Teenager zu machen.

Und der von Eli Craig inszenierte Slasher entblödet sich tatsächlich nicht, auf seine (angeblichen) Vorbilder aus den 80ern zu verweisen. Dieser Wink ist allerdings nur eine von diversen missglückten Zutaten dieses modernen Genrebeitrags. Dass es mal wieder einen Killer-Clown gibt ist dabei nicht mal das große Problem, die Baustellen liegen woanders. Angefangen bei den unsympathischen Figuren, um keine ist es hier schade. Der schon früh etablierte Konflikt Teenager vs. Erwachsene wirkt aufgesetzt umgesetzt und bekommt das Ganze später auch eine Pointe, so ist sie recht plump bis bescheuert eingebracht. Wärst du ein simpler Slasher gewesen, es hätte was werden können. 

Interessieren die Charaktere schon nicht, wie sieht es dann mit dem rotsuppigen Unterhaltungswert aus? So lala. Ein paar Kills gibt es, der Härtegrad ist meist überschaubar, manches sieht nach praktischen Effekten aus, immer wieder wird einem aber auch was aus dem Rechner kredenzt. Ist nicht sonderlich aufregend oder kreativ, spannend ist die Chose auch nicht geraten. „Clown in a Cornfield“ ist insgesamt einfach zu öde und egal, um Spaß zu machen, da reichen zwei gelungene Szenen nicht (Hand auf den Mund, „Me too!“).

„This corn hurts!“

Wählscheibe und Gangschaltung als Geißel der Jugend, der blanke Horror. Da kann so ein Clown nicht mithalten, ist letztlich bei der egalen Teenie-Truppe aber auch einerlei. „Clown in a Cornfield“ schafft es weder atmosphärisch, erzählerisch oder auch vom Härtegrad her in sinnvolle Regionen. Die Figuren nerven, die (wenn man sie so nennen möchte) Auflösung boomert irgendwie in eine möchtegern-Kritik. Da will der Streifen noch kommentieren, stottert aber nur. Muss nicht.

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