Review

Aschenputtel aus Sicht der hässlichen Stiefschwester.

Die Idee hat was und aufgrund der exorbitant begeisterten Bewertungen hab ich mich heftig darauf gefreut. Und siehe da, The Ugly Stepsister katapultiert sich mit Lichtgeschwindigkeit als erster Film in meinem Filmjahr 2026 in die Jahresendliste der größten Enttäuschungen.


Allerdings kann ich ihn gar nicht richtig objektiv bewerten, denn ich habe den Film von Regisseurin und Autorin Emilie Blichfeldt gerade mal 13 Minuten und 51 Sekunden durchgehalten, bevor ich bei dem in bildschirmfüllender Großaufnahme gezeigten ausgedrückten Eiterpickel entnervt abgebrochen habe. Es gibt einfach Dinge, die ich nicht sehen will, die mich nicht unterhalten, die ich nicht amüsant oder spannend finde oder kreativ oder innovativ, oder die ich einfach nur für nicht filmens- und zeigenswert halte und hervorquellende Eiterfäden gehören genauso dazu, wie die Fäkalspielereien eines Salò oder der Serie White Lotus (Finale Staffel 1).

Davon abgesehen hab ich schon vor den Pre-Credits gleich zweimal mit den Augen gerollt, als zwei Damen unterschiedliche Substanzen ins Gesicht bekamen und mir das schlicht dumm zu nennende Verhalten in einem der beiden Momente sauer aufstieß.


Alles keine guten Voraussetzungen für einen Film, um mir zu gefallen.

Aber muss ja nicht.

Allen anderen wünsche ich viel Vergnügen bei der Sichtung dieser Cinderella-Variation.

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