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Dirty O'Neil ist kein Dirty Harry - nicht nur deshalb nicht, weil er mehr damit beschäftigt ist, junge Frauen ins Bett zu kriegen anstatt böse Buben dingfest zu machen. Weil hier der Sex im Vordergrund steht, kommen die Crime-Elemente etwas zu kurz. Das mit ein paar sicherlich ganz hübschen Hippie-Bräuten ausgestattete C-Movie bediente vielleicht damals ein äußerst anspruchsloses Hinterwäldlerpublikum in den Autokinos, das nur simpelstes Grindhouse und z.B. Bigfoot-Heuler kannte, aber mit heutigen Augen gibt es da nicht mehr allzu viel zu entdecken. Dass die ganzen Miezen auf den relativ ausdruckslosen Klotz von einem Helden anspringen, ist inzwischen auch nicht mehr ganz nachvollziehbar, aber das müssen halt andere Zeiten gewesen sein. Immerhin schäumt man hinterher nicht vor Wut oder fühlt sich tödlich gelangweilt - und allein das ist ja schon mal ein kleiner Gewinn für etwas von anno 1974.