Review

Polizeithriller mit viel Familienbande…14.03.2025

Der Rahmen

Franck hat Probleme. Einst war er Cop bei französischen Eliteeinheit, doch aufgrund eines schiefgegangenen Einsatzes mußte er seinen Hut nehmen und verdingt sich nun als Bauhelfer. Nicht schlimm, die schwangere Frau bietet ein schönes Zuhause, und mit ihr, da ebenfalls bei den Cops, bleibt auch die Verbindung zu den alten Kameraden bestehen. Die braucht es auch, denn zunächst wird bei den beiden eingebrochen, dann die Frau entführt…man will einen Stick haben, der unangenehmes Material zeigt. Zusammen mit einem Exkollegen macht sich Franck auf die Suche nach den Hintermännern, die natürlich auch Beziehungen zur ehemaligen eigenen Einheit haben. Doch auf einen Elitecop ist Verlaß, auch, wenn er nicht mehr im Dienst ist.
 
Gucken oder nicht?

Wenn man bereit ist, Zeit für die Hintergrundgeschichte zu investieren, ja. Sonst eher nicht.
 
Warum?

Der Film fängt direkt in den vollen an…Einbruch, harte Keilerei, Flucht über die Dächer, alles prima inszeniert. Doch dann ein harter Bruch, zurück auf Los, und das heißt zurück zu den Anfängen bei der Eliteeinheit. Und ab hier nimmt sich der Film sehr viel Zeit, um den Werdegang Francks zu schildern, mitsamt der Entstehung seiner Beziehung zu seiner Kollegin Leo und dem Zusammenhalt der Eliteeinheit. Diesen Bruch zwischen Action und Familiendrama hat mancher kritisiert, mir indes hat die ausführliche Schilderung der Lebensumstände gefallen, gibt sie dem dann folgenden viel Hintergrund und Unterbau, getragen von recht sympathischen Darstellern und deren Rollen. Danach geht es wieder richtig zur Sache, Verfolgungsjagden zu Land, zu Fuß und in der Luft, wobei Kollege Zufall hier ein wenig arg mitmischt.  Auch die Actionsequenzen sind ordentlich inszeniert, übersichtlich und spannend, da kann man nicht murren.

Die Note

Die Story ist bekannt aus zahlreichen Polizeifilmen, die Umsetzung sauber, Herr Canet in der Hauptrolle glaubwürdig, aber obwohl mir der Familienteil gefällt, ist in Summe zu wenig los, trotz der Laufzeit unter 100 Minuten. Das Ende kommt abrupt, die Gegnerschar ist klein, dadurch bleiben nur die Szenen auf den Dächern der Stadt in Erinnerung, die mich an den guten alten Belmondo erinnern, der es in Angst über der Stadt ähnlich gehandhabt hat. Das alles ist aber für einen guten Actionfilm etwas mager, daher 7/10.

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