Recht durchschnittliche Weihnachtskomödie von Richard Curtis, die weder witzig noch dramatisch genug ist, um aus der Masse ähnlich gelagerter Werke herauszustechen. Bis auf wenige winzig-kleine Momente (Pornodreh) hat man hier den Eindruck, als seien alle Beteiligten lediglich darauf bedacht, ja nicht irgendetwas Anstössiges oder Unkonventionelles zu sagen oder zu tun. So bleiben auch die prominenten Schauspieler von Grant bis Neeson trotz fehlerfreier Performance weitgehend blass und nur ganz vereinzelt schafft es der Film, dem Zuschauer ein seichtes Lächeln abzuringen - etwas wenn Hugh Grant vermeintlich unbeobachtet eine Tanzeinlage zum Besten gibt.
Neben dem Comedy-Element darf bei einer solchen leicht verdaulichen Weinachtsklamotte natürlich auch eine Portion Herzschmerz nicht fehlen. So gibt es dann auch gleich mehrere Beziehungen, die zum Ende freilich ganz regelkonform einen fröhlichen Abschluss finden: Ein Mini-Happyend reiht sich quasi an das Nächste...
Technisch sicherlich voll in Ordnung und auch gut besetzt (warum nur hat Rowan Atkinson nicht mehr Screentime?)muss sich "Tatsächlich Liebe" dennoch den Vorwurf gefallen lassen: Wer braucht den x-ten Verschnitt einer Uralt-Geschichte eigentlich noch? Keine Ahnung! Aber anscheinend findet diese Art Film immer wieder ausreichend Publikum um jährlich ein weiteres Plagiat gewinnbringend nachschieben zu können.
Einmal ansehen im gemütlichen Familienkreis kann sicher nicht verkehrt sein aber im Regal stehen haben braucht man "Tatsächlich Liebe" meiner Meinung nach nicht. Es gibt zig witzigere Weihnachtskomödien und ebenso zig anspruchsvollere Filme wie zB den genialen "Vergiss mein nicht!"