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Alle Jahre wieder......wird uns zu Weihnachten zumindest ein Film vorgesetzt, der sich als anrührende Herz-Schmerz Schnulze präsentiert, die vor schmalzigen Dialogen nur so trieft. und möglichst viel auf die Tränendrüse zielt.

Zum Glück gibt es aber auch die Ausnahme bei den Weihnachtsfilmen und "Tatsächlich...Liebe" ist mehr als nur eine Ausnahme, er ist das perfekte Gegenbeispiel für die sonstige Einfallslosigkeit in diesem Genre. Eine warmherzige Mischung aus typisch britischem Humor, herrlich romantischen Situationen und einer ganz klaren Botschaft: Die Liebe trifft jeden, egal wann, egal wo, egal wer man ist, oder wie alt.
Das diese Aussage voller Charme dem Zuschauer vermittelt wird liegt, an dem fantastischen Drehbuch von Richard Curtis, der zuvor schon mit den Drehbüchern zu „Bridget Jones Diary“, „Notting Hill“ und „4 Hochzeiten und ein Todesfall“ die Zuschauer ebenso wie die Kritiker begeistern konnte.
Um so erfreulicher das man Richard Curtis mit "Tatsächlich...Liebe" die Gelegenheit gab, endlich einmal selber eines seiner Drehbücher für die Leinwand umzusetzen.

Unterstützt wird er dabei von einer wahren Flut an großartigen Schauspielern,. Hugh Grant, Laura Linney, Emma Thompson, Alan Rickman, Liam Neeson, Colin Firth, Keira Knightley, Heike Makatsch und viele, viele mehr. Dazu kommen noch kurze aber unvergessliche Kurzauftritte von Denise Richards, Claudia Schiffer, Shannon Elisabeth, Rowan Atkinson und Billy Bob Thornton. Bemerkenswert, das alle Darsteller absolut gleichberechtigt sind und sich mit einer schier unglaublichen Spielfreude in den Film einbringen. Hier hat man wahrlich den Eindruck das Richard Curtis schon seit Jahren mit solchen Staraufgeboten vertraut ist.

Die Story, setzt sich aus 10 verschiedenen Geschichten zusammen, die sich alle um das große Thema Liebe drehen, und alle fein mit einander verwoben sind. Da ist der frisch gewählte Premierminister ( Hugh Grant) der sich in eine Angestellte verliebt, der kleine Junge der sich in eine Schulfreundin verliebt, während sein Vater noch dem Tod der Frau nachtrauert, die Sekretären (sexy wie noch nie Heike Makatsch) die sich in den glücklich verheirateten Chef (Alan Rickman) verliebt, dessen Angestellte (Laura Linney) die sich rührend um ihren behinderten Bruder kümmert und sich nicht traut ihren Kollegen anzusprechen. Da sind die Darsteller eines Erotikfilms, die sich bei den Dreharbeiten schüchtern näher kommen, der gute Freund der sich in die Braut seines besten Freundes verliebt hat und ihr mit einer wundervollen Liebeserklärung seine Gefühle gesteht, der Autor der in Frankreich die Liebe seines Lebens kennen lernt und natürlich der alte Rockstar Billy Mack (Billy Nighy), der den Weihnachtshit des Jahres aufnimmt.....

Wie diese Geschichten zusammenhängen und letztlich auch zusammengeführt werden ist wirklich herrlich mit anzusehen. Das dabei der Humor nicht zu kurz kommt versteht sich von selbst. Auch wundervoll ist es mit anzusehen wie Richard Curtis mit "seinen" alten Filmen spielt. Der Weihnachtshit ist ein (gewollt) schlechtes Remake des "4 Hochzeiten" Hits "Love is all around me", Hugh Grant verliebt sich wieder, wie bereits in "Bridget Jones" in die leicht pummelige Angestellte und darf als Premierminister diesmal die Rolle der berühmten Person einnehmen und damit auch ähnliche Situationen durchleben, wie sie in "Nottinghill" noch Julia Roberts vorbehalten waren.

Bleibt nur zu hoffen, das diese absolut sehenswerte Komödie um die Schwierigkeiten und Hindernisse, die die Liebe mit sich bringt, bis zu den Feiertagen in den Kinos bleibt, denn es gibt wohl keine schönere Möglichkeit zwischen Gänsebraten und Verwandtenbesuchen für 2 wundervoll kurzweilige Stunden abzuspannen. Man kann nur hoffen, dass Richard Harris noch öfter die Möglichkeit erhält uns mit solch großartigen Filmen zu unterhalten.

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