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kurz angerissen „Starship Troopers“ mal als diplomatische Hypothesensammlung, beseelt von der Trial-and-Error-Komik der permanenten Reproduktion und Reinkarnation, die fast schon in die Computerspiel-Philosophie eingreift, gewürzt mit den Barrieren interspezifischer Kommunikation am Beispiel eines Alien-Mensch-Krieges... das klingt in einem weiteren Sequel- und Reboot-Jahr mit aufgewärmten Marken nach der dringend benötigten Frischzellenkur. Bong Joon-ho nimmt den Mund allerdings zu voll. Weder unter SciFi-Gesichtspunkten noch als Slapstick-Komödie oder gar als soziale Parabel entwickelt „Mickey 17“ die nötige Durchschlagskraft, sondern droht jeweils an seinen Ansätzen zu ersticken. Möchten Sie mehr wissen? Einfach nochmal Paul Verhoevens bissige Satire einlegen. Und am besten dann noch Villeneuves Meisterstück „Arrival“ hinterher.
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Pattinson wirkt auf mich nicht wie die ideale Besetzung. Da hätten sicher andere Schauspieler besser gewirkt. Die Idee, Machart, Charaktere, Kulissen, Atmosphäre usw. sind weitgehend stimmig. Dem Film hätten mehr knackige Witze und weniger Albernheit gut getan. Die Aliens sind mal wieder 0-8-15. Als alles anfängt wirklich interessant und tiefgängiger zu werden, wird daraus kein weiterer Spannungsbogen gezogen, sondern es geht mehr oder weniger direkt ins Finale.
Fazit: Für SciFi-Fans sehenswert, insgesamt jedoch etwas fad und eintönig, es fehlt an Biss und Abwechslung, der Erzählstil wirkt träge - trotzdem leicht überdurchschnittlich bis gut. (6.5/10)