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kurz angerissen Stephen-King-Flair kommt allenfalls gedämpft in den Reibungen zwischen Theo James Nr. 1 und Theo James Nr. 2 auf. Ansonsten macht Oz Perkins hier sein eigenes Ding. Wobei, was macht er eigentlich? Autarke Freak Accidents mit reichlich CGI aufreihen, das kann im Grunde jeder dahergelaufende Wald- und Wiesenregisseur. Was „The Monkey“ in erster Linie fehlt, ist Folklore als Verbindungselement. So bleibt es bei der Aneinanderreihung von hübsch arrangierten Derbheiten, aus denen allenfalls schwarzer Humor spricht, jedoch keinerlei Konzept.
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Ab Minute eins wird klar, kein neuer "Longlegs". Aber warum auch, Osgood Perkins macht alles richtig und bleibt unberechenbar. Hier wird ein splattriger Horror-Spaß aufgefahren, und wie blutig, und wie makaber. Als Vorlage dient eine Kurzgeschichte von Stephen King, offensichtlich. Kleinstadt, Coming Of Age, schwieriges Elternhaus, übersinnliche Bedrohung, also genau das, was wir sehen wollen. Ab der Hälfte transferiert sich die Handlung in die Gegenwart und wie vorab bei Perkins werden die hohen Erwartungen, welche durch den ansprechenden Auftakt geweckt waren, nur noch anteilig erfüllt. Jetzt bekommt der Zuschauer fast ausschließlich die vielzitierte Final Destination-Referenz und eine doppelte Theo James-Show. Jener wäre nicht meine Wahl, egal in welcher Rolle, wirkt er doch wenig sympathisch als vermeintlicher Held und definitiver Antiheld. In der Summe trotzdem erfrischend, kurzweilig und unterhaltsam.