Als Regiedebütant im Action-Genre gelangt man eher selten an bekannte Gesichter. Umso wichtiger ist es, für die Hauptrolle jemanden mit Präsenz und Ausstrahlung zu besetzten, da die Chose ansonsten droht, emotionslos vor sich hin zu plätschern. Genau dies ist bei vorliegendem Actioner der Fall.
Einst war Chris, wie sein Vater und sein Bruder ein Cop und führt nun ein kleines Dojo. Als ihm die Polizeipräsidentin ein innovatives Projekt für ihre Einheit vorstellt, ist Chris sofort dabei. Doch kurz darauf wird sein Bruder erschossen und es deutet viel darauf hin, dass die Täter aus den eigenen Reihen stammen…
Regiedebütant Jimmy Mak steigt fast schon ein wenig klassisch ein, indem er eine relevante Sequenz des Showdowns vorweg nimmt, um danach mit einem „Drei Tage zuvor“ den Weg dorthin zu bebildern. Dass Hauptdarsteller Chris Mark körperlich ganz gut beisammen ist, steht früh außer Frage, allerdings auch die eingeschränkte Schauspielkunst. Langjährige Erfahrungen als leitender Stuntman kommen ihm immerhin bei den Fights zugute, doch das Drumherum erweist sich als eher ermüdend.
Denn der Fall selbst ist rasch offenkundig: Böse Cops, gute Cops. Überraschungen sind kaum zu erwarten, die Verschwörung bringt keine Ecken und Kanten mit sich und so wartet man innerhalb der hölzernen Dialoge nur darauf, dass Chris sich einen nach dem anderen vornimmt, wobei der vermeintlich fieseste bis zuletzt aufgehoben wird.
Den Fights ist hingegen wenig anzukreiden. Zwar ist die Kamera nicht immer optimal positioniert, doch der Schnitt funktioniert gut und die Choreo fällt insgesamt sogar halbwegs abwechslungsreich aus. Chris Mark zeigt dabei eine bunte Palette seines Könnens und weiß auch einiges einzustecken, doch die entsprechenden Schauplätze wie Hinterhof oder Lagerhalle werden kaum genutzt, um Abwechslung zu liefern. Auch das Blutvergießen hält sich im Rahmen, was angesichts der zu erwartenden, titelgebenden Eskalation eher dürftig ist.
Spannung kommt bei alledem nur in Ansätzen auf, wozu der wenig enthusiastische Score nicht unerheblich beiträgt. Darstellerisch sind die meisten Performances noch okay, die Geschichte hingegen bleibt zu vage, entwickelt weder seine wenigen Charaktere ordentlich, noch entsteht so etwas wie eine dramaturgische Dynamik, was auf ein Plätschern zwischen der Action hinausläuft.
Knapp
4 von 10