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Wer hätte das gedacht? Sogar Dolph Lundgren hat einen guten Film gedreht. Ich bin sehr skeptisch an den Punisher herangegangen, nachdem ich mir schon einige Lundgren-Filme angetan hatte und eigentlich jeden von ihnen zum Kotzen fand. Dann habe ich Gerüchte gehört, daß es doch einen guten geben soll: den Punisher. Und da mir die neueste Kinoverfilmung mit Thomas Jane gut gefallen hat und unsere Videothek überraschenderweise ein Bootleg als DVD hatte, habe ich dem Film mal eine Chance gegeben.

Und das zu Recht. Mit der neueren Version hat der Film quasi nichts gemeinsam. Der Punisher ist schon zu Beginn der Punisher und hat bereits 125 Morde an Kriminellen auf dem Gewissen. Er mordet munter weiter, bis das organisierte Verbrechen der Stadt so geschwächt ist, daß die japanische Yakuza versucht, den Markt zu übernehmen. Dazu entführt sie zu erpresserischen Zwecken die Kinder der lokalen Gansterbosse. Plötzlich steht der Punisher vor einem Dilemma: Durch seine Feldzüge ist das organisierte Verbrechen so geschwächt, daß es sich nicht mehr gegen die Yakuza wehren kann und daß mit den Kindern Unschuldige ins Schußfeld geraten. Wie soll er da reagieren?

Man kennt vieles von Dolph Lundgren, aber ein gutes Drehbuch seiner Filme kennt man nicht. Doch genau das hat der Punisher. Er ist ein spannender Film mit sehr viel Action und - man will es kaum glauben - einem coolen Hauptdarsteller. Klar ist Lundgren eine Schauspielniete. Eine Rolle wie die des Punishers verlangt aber keine verschiedenen Gesichtsausdrücke und da paßt Lundgren irgendwie ziemlich gut rein. Er läuft unter den Verbrechern Amok und ist dabei glaubwürdig. Man nimmt ihm die Rolle ab. The Punisher ist damit das Highlight seiner Schauspielkarriere.

Es gibt nicht irgendwelche belanglose Action zu sehen. Der Film ist für einen amerikanischen Film herrlich brutal. Ich habe etwa 100 Tote gezählt, die auf die unterschiedlichste Art und Weise sterben. Neben Schussopfern werden Leute aufgehängt, erstochen, sterben durch Explosionen, das Genick wird gebrochen oder sie fallen durch spitze Gegenstände. Es ist immer eine Menge Blut dabei und es wurde wirklich nicht darauf geachtet, den Film massenkompatibel zu machen.

Die Atmosphäre und die Filmmusik stimmen auch. Und die Nebendarsteller machen ihren Job solide. Wer auf brutale Filme steht, der wird den Punisher lieben. Als Fazit kann man sagen, daß der Punisher ein sehr gelungenes B-Movie ist.

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