ALARUM! ALARUM! (Das Bett wird herbeigetragen)
Nachdem mich schon „Armor“ dieses Woche kalt gelassen hat (und das ist noch sehr nett ausgedrückt!), sagt nun der fast gleichlautende „Alarum“: „Hold My Beer!“ - und liefert eine ganz ähnlich erbärmlich Show. Ein Nichtfilm. Über zwei einstige Rivalen und Geheimagenten, die sich vor Jahren verliebt haben und sich für ein ruhiges Leben zusammen an den Arsch der Welt abgesetzt haben. Doch als ein Flugzeug voller super geheimer Festplatten und Daten mehr oder weniger vor ihrer Haustür abstürzt, beginnt eine mörderiche Hatz wie ein alten Tagen…
Kleiner Eastwood… Karrieretechnisch schon aufgegeben?!
„Alarum“ feuert aus allen Zylindern - in die Luft, auf die Verbündeten, in's eigene Knie! Ein völlig grauer, blasser, lustloser und talentfreier Actionthriller, den ich mir nichtmal gratis in's Heimkinoregal stellen würde. Augenkrebs vorprogrammiert. Kaputte neue Streamingwelt. Scott Eastwood hat so viel Charisma wie die Rückenhaare seines Vaters. Die ansehnliche Willa Fitzgerald muss aufpassen, dass sie in Zukunft nicht in jedem Film diese Perücke trägt (s. „Strange Darling“) und klischeehaft besetzt wird, sich direkt die Karriere verbaut. Und Stallone ist mal wieder mit botoxsteifer Fresse nur für den dicken Check da. Rumänienvibes durch und durch, hässlichste Entsättigung des Bildes all the way. Farblos, formlos, fruchtlos. Dagegen wirkt selbst der storytechnische (und ungleich teurere) Schwesterfilm „Back To Action“ auf Netflix noch wie eine Genugtuung. „Alarum“ macht wenig und kann noch weniger. Das ist nichtmal mehr Dienst nach Vorschrift. Das ist eine filmische Abschreibung. Von Beginn an, porentief und ungeniert. Ganz nah am Bodensatz. Das darf man plattmachen, da hängt glasklar von niemandem sein Herz drin.
Fazit: der zweite katastrophale Ostblock-C-Actioner mit Sly diesen Monat… Grau, mau, fast für lau. Nicht viel besser als „Armor“. Ein weiteres Armutszeugnis!