Review

Urban Assault on Your Zwerchfell

„One of Them Days“ bewegt sich in bester und gefühlt leider vorher eigentlich schon längst ausgestorbener Tradition von „Ghettokomödien“ a la „Friday“ oder „How High“, wenn zwei beste Freundinnen zwischen Mietverzug, Männerproblemen und Nachbarschaftsüberraschungen von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpern… 

Black Buddy-Comedy Is Beautiful

In den Staaten war „One of Them Days“ ein kleiner Überraschungserfolg des vergangenen Kinojahres - und man versteht ziemlich zügig warum. Die Chemie zwischen SZA und Keke Palmer ist Gold. Pures Gold! Das Drehbuch schießt scharf. Die Buddy-Comedy funzt hier wortwörtlich. Und alles wirkt enorm frisch und frei und frech. Als ob man das seit den 90ern nicht mehr dermaßen on point (oder überhaupt) gesehen hat - und das hat man ja irgendwie auch nicht. Ghettovibes waren lange nicht mehr so funny. Der Soundtrack pumpt ganz gut aus den Boxen. Und Klischees werden gleichzeitig bedient sowie umgedreht und durchgenommen. Und wie! Aber nie zu kinky oder überdreht oder gewollt. Alles sehr authentisch, sehr schwarz, sehr weiblich, sehr sexuell aufgeladen und trotzdem irgendwie unschuldig. Natürlich cool. Ich hatte eine top Zeit. In der richtigen Stimmung und mit dem richtigen Publikum lacht man sich dabei im besten Fall in einen Rausch. Das konnten selbst Ice Cube, Redman und Co. damals nicht viel besser. Ein toller, sympathischer Facelift für diese Art von Ghettoscrewballchaos. I miss those days! 

Eine Smokeshow

Fazit: Eine der natürlicheren und lustigeren schwarzen Mainstreamkomödien seit Ewigkeiten… Als ob die 90er nie weg waren! Kein Gamechanger, ein Game-back-bringer! 

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