Psychologin Violet erhält bei einem Date in einem Edelrestaurant Nachrichten, mit denen sie erpresst wird, an Ort und Stelle einen Mord auszuüben. Der anonyme Hacker scheint jeden ihrer Schritte zu beobachten und ist ihr immer zwei Schritte voraus, während zu Hause ein maskierter Mann ihre Schwester und igren kleinen Sohn als Geiseln hält – eine vertrackte Situation.
High Concept, Low Budget – das ist das Erfolgsrezept von Autor und Regisseur Christopher Landon (HAPPY DEATHDAY 1 + 2, FREAKY, HEART EYES). Wobei „Low“ natürlich relativ zu sehen ist, wir haben es hier mit einer gewohntvhochwertigen Blumhouse-Produktion zu tun. DROP sieht fabelhaft aus, nutzt die limitierten Locations sehr gut, spielt mit Lichtsetzung und Typografie und holt so aus dem eigentlich dialoglastigen Kammerspiel möglichst viel cinematographischen Effekt heraus.
Der Film bleibt ständig in Bewegung, das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Violet und dem Unbekannten bleibt stets spannend. Lediglich das drangepappte Action-Ende strapaziert die Glaubwürdigkeit dann doch über die Maßen. Das ist schade, denn auch wenn DROP kein meisterhafter Thriller voller überraschender Twists geworden ist, wird man von der Story doch gut involviert und überlegt fieberhaft mit, wie Violet aus dieser Situation wohl herauskommen könnte. Doch dieses Involvement endet abrupt im Finale. Hier sehen wir plötzlich einen völlig anderen Film, so als ob sich Mitproduzent Michael Bay in den letzten Minuten noch durchgesetzt hätte.
Trotzdem: spannende, gut gemachte und geschriebene Thrillerunterhaltung, deutlich weniger dumm wie vergleichbare High Concept-Thriller TRAP.
6.5/10