Review

Just a Short Round… 

Eine ehemaliger Auftragskiller ist nun als Immobilienmakler unauffällig und grundsympathisch unterwegs. Doch seine gewalttätige, familiäre und unterweltliche Vergangenheit holt ihn rund um den Valentinstag wieder ein…

Mieten, Kaufen, Versohlen

Ähnlich wie „Novacaine“ kann man „Love Hurts“ wenig böse sein. Er ist flach, er ist etwas egal, er hat tonale Unappetitlichkeiten und man merkt, dass es (fast wie ein Mini-„John Wick“) ein Projekt von Stuntleuten ist. Da werden Geschichte, Logik und Szenenübergänge schonmal zur Nebensache. Doch als lockerer Valentinsklopper für einen leeren Sonntagnachmittag geht „Love Hurts“ klar. Erwartungen niedrig halten hilft. Es ist wunderbar, dass Quan wieder am Start ist und endlich eine Hauptrolle bekommt, die sowohl wie für ihn gemacht scheint als ihn gleichzeitig entgegen seines Typs besetzt und nutzt. Und er schlägt sich wirklich überraschend gut - wortwörtlich! Manchmal will das alles Tarantino, manchmal Jackie Chan sein. Manchmal whacky, manchmal splattrig. Im Endeffekt ist er nichts so ganz und vollumfänglich. Ariana DeBose und die insgesamt fehlende Chemie zwischen einigen Teilen der Story und Besetzung sind mir noch übel aufgestoßen. Und an die Geschichte und Hintergründe kann ich mich jetzt schon nicht mehr wirklich erinnern. Bleibend ist das null. Aber das stört mich nicht wirklich. In seinem Moment ging das klar. Nochmal sehen muss ich ihn aber denke ich nicht. 

Fazit: durchschnittliche, schnell vergessene Actionkomödie. Tonal etwas in Schieflage. Storytechnisch komplett banal und egal. Sympathisch-quirlige Darsteller (u.a. eine „Goonies“-Reunion!), knackige Laufzeit und wenige, dafür flotte und top choreographierte Fights helfen aber der Kurzweile. Tut sicher nicht weh. Ist dennoch eher beiläufiges Streamingmaterial. 

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