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Kriegsfilme sind nicht gerade das Steckenpferd der Billigschmiede Asylum, die mit Tierhorror und Katastrophenfilmen eher ein Nischenpublikum erreicht. Was jedoch Regisseur Monroe Robertson hier inszenierte, gleicht beinahe einem Theaterstück auf der Waldbühne.

1944 in der Normandie: Die Alliierten der Airborne geraten in die Bredouille: Aufgrund feindlichen Beschusses verfehlen die Fallschirmjäger ihren geplanten Einsatzort und müssen sich in einem von Nazis besetzten Gebiet durchkämpfen, um den nachfolgenden Truppen per Signalfeuer ihren Standort zu übermitteln…

Die Invasion in der Normandie, D-Day, unbarmherzige Gefechte und Schlachten, - hier hat man anfangs den Eindruck eines Zeichentrickfilms aus den 70ern. So zumindest sehen die Landschaften aus der Vogelperspektive aus, die nicht unbedingt an Gebiete in Frankreich erinnern. Doch die Truppenstärke ist überzeugend: Vier Leute um Techniker Brookes, die sich nachfolgend durch die Gegend schleppen, um sich hin und wieder vor Patrouillen der Nazis zu verstecken.

Jene bestehen im Kern auch nur aus zwei Leuten, die immerhin von deutsch klingenden Namen besetzt wurden. Und man hat ja noch den Joker in der Hinterhand: Eric Roberts.
Doch wie bei Asylum üblich kämpft der nicht mit, sondern sitzt beharrlich in einem Raum, um mit zwei weiteren Dudes Anweisungen zu geben, - immerhin reicht es gegen Ende für ein Glas Rotwein.

Ergo kämpfen sich die vier Helden am Boden mit grammatikalisch großartigen Äußerungen („Spuren! Das sind nicht von deutschen Stiefeln“) durch und sondern auch anderweitig nichts Gehaltvolles ab, man hat scheinbar noch nicht einmal Heimweh. Dazwischen werden sogar mal namenlose Nazis mit schlecht animiertem Mündungsfeuer erledigt, während eine Karte in regelmäßigen Abständen illustriert, wo sich der Trupp gerade befindet und wo Nazi aufkreuzen könnten. Unfassbar unspannend.

Den Höhepunkt an Action bildet eine geworfene Granate, wonach ein Jeep quasi entmaterialisiert wird und am Rande spritzt mal ein wenig Computerblut aus einer Schusswunde. Einzig eine angreifende Flugstaffel im letzten Drittel wurde einigermaßen glaubhaft in Szene gesetzt, wogegen eingeflochtene Archivbilder aus jener Zeit relativ willkürlich anmuten, aber zumindest vermitteln, es überhaupt mit einem Kriegsfilm zu tun zu haben.

Die Inszenierung wirkt durch die Bank minimalistisch, von authentisch anmutenden Gefechten ist man hier meilenweit entfernt, von passablen Darstellerleistungen und einer akkuraten Ausstattung allerdings auch.  Lediglich der Score kaschiert noch ein wenig, aber diesbezüglich ist man bei Asylum ohnehin immer ganz vorn dabei.

Wer also einen auch nur halbwegs passablen Kriegsfilm über die Befreiungsphase in der Normandie erwartet, wird binnen weniger Szenen abwinken und völlig zu Recht erahnen, dass sich das auch nicht mehr bessern wird. Klumpatsch der nahezu untersten Sorte.
2,5 von 10  





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