Zur Story sage ich immer äußerst ungern etwas. Und das auch hier, da ich mich eigentlich mehr darüber ärgere, einen Abend mit diesem Film verbracht zu haben. In "Six Pack" folgen Ungereimtheiten aufeinander, dass es einem die Zehnägel nach oben biegen lässt.
Da ist zum einen die absolute Naivität des ersten Opfers, welches sich von einem völlig Unbekannten in düstere, verlassene Gassen locken lässt, um sich offensichtlich ihm hinzugeben. Doch plötzlich, ohne einen Anflug der Gefahr, verfällt sie in Panik, flüchtet und, naja, das Übliche eben. Rennen, Stolpern, Ableben. Und dieses Ableben mitten in Paris auf einer an der Seine gelegenen Rasenfläche wird erst eine Woche später bemerkt? Desweiteren kommen Dialoge zu Stande, in denen die Ermittler gefasst alle Fakten zusammentragen, um Bruchteile von Sekunden später auszuflippen und den leitenden Ermittler vom Fall abzuziehen. Der fliegt daraufhin in die USA, um sich mit einem Psychopathen (Daddy Harry) zu unterhalten, der wohl nur in die Story gerückt ist, um den Film länger zu machen.
So geht es eigentlich die ganze Zeit weiter, bis der Showdown dann noch mal einen draufsetzt. In einem stillgelegten Eisenbahn- (oder U-Bahntunnel) ist es so hell, dass man darin Tennis spielen könnte. Wenn die Franzosen so mit Strom umgehen, dann mal Prost. Zudem kommt noch, dass die beiden Hauptdarsteller solch dämliche Polizisten sind, dass sie nicht einmal in der Lage sind ihre Kollegin, welche anscheinend sehr gut in Selbstverteidigung ausgebildet ist, vor dem Irren zu beschützen.
Über den ganzen Film hinweg kommt einfach keine Logik auf. Die blutigen Effekte sind hier vielleicht noch ganz schön, aber das wars auch schon. Nicht alles, was auf Film gebannt ist, ist auch gleich ein Film.
Man sollte nach diesem Film ernsthaft überlegen, einen bekannten Pay-TV Sender um Teilrückerstattung des Monatsbeitrags zu bitten. (1/10)