kurz angerissen
Schlank. Fokussiert. Vielschichtig. Stilbewusst. Smart. Attribute, die rar geworden sind im Kino. „Black Bag“ ist völlig aus der Zeit gefallen, ein Produkt aus einer weit zurückliegenden Epoche im Grunde, das sich ganz und gar auf die Ausstrahlung seiner Stars verlässt. Der Haken: Es ist eher ein unverbindliches Gedankenspiel als ein waschechter Spionagethriller, als ein Film im wahrsten Sinne. Nichtsdestotrotz: „Black Bag“ verkörpert das solide Mittelklasse-Kino, das früher mal so relevant war und heute fast obsolet geworden ist. Dabei wird es weiter dringend gebraucht, damit auf der Waage zwischen dem Multimillionen-Dollar-Kino und den Indie-Produktionen das Gleichgewicht gehalten werden kann.