Wir brauchen ein größeres "Bloat"...
"Bloat" springt völlig unmotiviert auf den Desktopthrillerzug auf und vermischt diesen mit Found Footage a la "Paranormal Activity 186 1/3" - wenn ein amerikanischer Soldat per Internet und Facetime seine Familie bei einem Urlaub in Tokyo beobachtet, während sich ihr jüngerer Teenagersohn scheinbar einen Virus oder Fluch "aus der Tiefe" zugezogen hat...
Du bist Gollum sein Vater
Was für ein lahmes Teil "Bloat" ist, unfassbar. Ben McKenzie mag ich seit meiner "O.C."-Jugend, Desktopthriller haben für mich oft auch genug Reiz und die leicht-lovecraftigen Vibrationen durch diese "Gruselstory" sollten auf dem Papier ebenfalls up my alley sein. Aber nein, vor "Bloat" muss man als geneigter Genrefreund einfach eine Warnung aussprechen und einen Bogen machen. Quatschig und steif, langweilig und lahm, abgenutzt und klischeehaft, sprunghaft und taub. Ein Flickenteppich aus Darknethumbug, frechen Ausschnitten aus anderen Streifen (!) und storytechnischen Streckungen, die auf keine Kuhhaut mehr passen. Schwammige J-Horror-Imitation. Schlechte Kinderdarsteller und fragwürdige technische Querschläger obendrauf. Die vielen Glitches und Bildaussetzer fucken sehr schnell einfach nur noch ab. McKenzie kann (bei aller "O.C."-Liebe) scheinbar keinen Film alleine auf seinen Schultern tragen. Fertig ist weder Bloat noch Goat... nichtmal Toast. Eher Schro(a)tt.
Eine echte Gurke
Fazit: Das andere Ende des Spektrums von "Searching"/"Missing"... Vielleicht nicht ganz so schlecht wie "War of the Worlds" (2025) - aber der war dafür immerhin noch unfreiwillig lustig... Das hier ist einfach eine Orgie der Langeweile und Frustration.