Review

iHaveCNit: Lurker (2025) – Alex Russell – Universal

Deutscher Kinostart: 18.12.2025

gesehen am 22.12.2025 in OmU

Arthouse-Kinos Frankfurt – Harmonie – Kleine Harmonie – Reihe 4, Platz 1 – 21:00 Uhr

Matthew ist Mitarbeiter in einem Modegeschäft und hobbymäßiger Dokumentarfilmer. Eines Tages kommt der aufstrebende Musikstar Oliver in sein Geschäft und bei einer kleinen, kurzen Begegnung zwischen Matthew und Oliver erhält Matthew die Chance nicht nur Oliver bei einem kommenden Auftritt zu treffen, sondern auch privat mit ihm und seinem inneren Kreis Zeit zu verbringen – noch ahnt er nicht, dass sich für ihn irgendwann die Frage stellt, wieviel er bereit ist zu tun, seinen Platz im inneren Zirkel zu behalten und auch Oliver ahnt noch nicht, in welche Richtung die Begegnung der Beiden mündet.

„Lurker“ von Regisseur Alex Russell erschien extrem kurzfristig auf meinem Radar und war eine relativ spontane, kurzfristige Entscheidung im Hinblick auf meine begrenzten Möglichkeiten, den Film in seiner Erscheinungswoche zu sehen, bevor es die Möglichkeit nicht mehr gibt. Und diese Entscheidung bereue ich absolut nicht. „Lurker“ würde ich an dieser Stelle als fiesen Psychothriller bezeichnen, bei dem vor allem die beiden großen Hauptdarsteller des Films Theodore Pellerin und Archie Madekwe in ihren Rollen Matthew und Oliver großartig im Zusammenspiel sind. In einem durchaus sehr retrolastigen Look, der durch zum Teil auch die Nutzung von analogen Kameras im Film selbst unterstreicht wird und einem coolen Soundtrack ist der Film audiovisuell sehr gelungen. Thematisch befindet sich der Film oberflächlich gesehen in der Sprunghaftigkeit der charakterlichen und persönlichen Entwicklung eines Musikstars, seiner Musik, seinem Stil, seinen kreativen Ideen und des Einflusses seines persönlichen Umfelds. Hier wird das im Film durch einen stetigen Konkurrenzkampf innerhalb des Umfelds präsentiert, ein Haifischbecken, in dem sich jeder neue Hai beweisen und behaupten muss. Darüberhinaus stellt er die Frage wie viel jeder bereit ist dafür etwas zu tun – vor allem bei einer sich daraus ergebenden toxischen Obsession und auch einer obsessiven Abhängigkeit, die dann auch konsequent eine Verschiebung der Machtverhältnisse zur Folge hat. Das macht den Film durchaus sehr spannend, intensiv und fies und das hat mir ingesamt auch sehr gut gefallen.

„Lurker“ - My First Look – 8/10 Punkte




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