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Don‘t worry, Honey

Nach einem schweren Autounfall hat Diana ihr Gedächtnis verloren. Ihr Partner Homer begleitet sie daher in die neurologische Klinik „Retrouvaille“, von deren neuartiger Behandlung sie sich viel versprechen. Diana hat bald den Verdacht, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Aber vielleicht sind ihre merkwürdigen Erscheinungen ja auch ein Zeichen dafür, dass die Behandlung funktioniert? 

Das Regiepaar Madeleine Sims-Fewer und Dusty Mancinelli hat bereits in ihrem Debut VIOLATION aus einem eigentlich abgegrasten Thema einen richtig spannenden und ungewöhnlichen Genrebeitrag erschaffen. Dies gelingt ihnen hier erneut, wenn auch ganz anders. 

Ihr neuester Film atmet das gediegene Genrekino der 70er-Jahre, der Film sieht stellenweise aus, als hätten ihn auch Roeg oder de Palma drehen können, der Soundtrack klingt wie ein Frühwerk von Pino Donaggio und die Hauptrollen könnten auch mit Donald Sutherland und Mia Farrow besetzt sein. Lediglich mit Einsetzen des „Twists“ finden wir uns eher im Schlock-Kino der 80er-Jahre, beziehungsweise doch im Verschwörungsfilm der Jetztzeit. Die Dialoge zwischen Homer und Diana sind ebenfalls sehr „heutig“ und spiegeln wahrscheinlich die etwas kranke, jedoch sehr innige Romantikvorstellung der Macher wider. 

In jedem Fall ist HONEY BUNCH eine spannende Reise mit überraschendem Ausgang, verstörend romantisch und wunderschön gemacht. Ein echtes cineastisches Vergnügen. 

7.5/10

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