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Tom arbeitet als Tennistrainer in einem All-Inclusive-Hotel auf Fuerteventura. Was auf den ersten Blick wie der Traum vom endlosen Sommer wirkt, ist für den ehemaligen Profi längst monotone Routine geworden. Während die Touristen in einem nicht endenden Strom kommen und gehen, spielt er Woche für Woche hunderte Bälle übers Netz und füllt die Leere mit flüchtigen Affären und Alkohol. Doch dann taucht die geheimnisvolle Anne im Hotel auf. Sie, ihr Mann Dave und ihr siebenjähriger Sohn Anton entsprechen nicht dem Bild der üblichen Pauschaltouristen. Schnell kommt Tom der Familie näher: Er gibt Anton Tennisstunden und lädt sie zu einem Ausflug ein, um ihnen die raue Schönheit der Insel zu zeigen. Am nächsten Tag ist Dave spurlos verschwunden. Ebenso mysteriös wie Daves Verschwinden ist Annes Verhalten, das Tom vor Rätsel stellt. Ein Verdacht keimt in ihm auf…

Ich habe mir dem Film hauptsächlich wegen Sam Riley angesehen, der seit seiner grandiosen Darstellung von Ian Curtis in CONTROL, bei mir einen Stein im Brett hat. Eine Schande, dass es dafür keinen Oscar gab.

Nun ist er hier als abgewrackter Tennislehrer zu sehen und sieht auch ziemlich beschissen aus – was wohl so gewollt ist, denn eigentlich hat seine Rolle jegliche Perspektive verloren und er lebt nur noch von einem Tag zum anderen. Der Job macht ihm keinen Spaß – bringt aber wenigstens die nötige Kohle und ist nicht sehr anstrengend.

So bekommt man hier die ersten 30 Minuten fast eine Charakterstudie geboten für die Regisseur Gerster ja bekannt ist, denn in OH BOY (mit dem großartigen Tom Schilling) hat er schon einmal gezeigt, dass er dieses Genre beherrscht.

Dann (mit Ankunft der Familie) wandelt sich der Film aber fast zu einem Krimi ohne jetzt wirklich Suspense zu versprühen. Überhaupt ist die Einordnung des Genres bei ISLANDS nahezu unmöglich, da er sich da doch gängigen Konventionen entzieht.

Im letzten Abschnitt weht dann ein Hauch von Hitchcock durch die Szenerie und die Auflösung des Ganzen ist dann doch relativ überraschend und unerwartet, wenn auch nicht wirklich spektakulär. Ein kleiner Schlussgag wäre noch wünschenswert gewesen.

Mit fast 2 Stunden gerät der Film zwar einen Tick zu lang, langweilt aber nicht. Auch die Locations sind teilweise wirklich atemberaubend und die meisten von uns würden sofort den Job tauschen und da leben wollen, wo Tom ansässig ist.

Fazit: Schwer einzuordnender Film, der weder wirklich Drama noch Thriller noch sonst irgendwas ist, aber vielleicht macht ihn gerade das interessant. Die Darsteller sind durch die Bank überragend.








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