Fortsetzung, die man nicht braucht…22.07.2025
Der Rahmen
Stephanie ist nach wie vor Vloggerin und True-Crime-Buchautorin, derweil Emily an sich im Gefängnis schmoren sollte. Doch oh Wunder, ebendiese steht bei einer Lesung plötzlich im Raum und bittet Stephanie, sie zu ihrer Hochzeit mit einem unfassbar reichen Italiener nach Capri zu begleiten. Muß man natürlich tun, wenn man vielleicht Stoff für ein neues Buch braucht… auf Capri sind auch Emilys Ex-Mann samt Sohn, dazu noch ihre Mutter und Tante…und natürlich gibt es hinter der Fassade Dinge, die erst nach und nach zum Vorschein kommen. Und auf einmal ist Stephanie wieder mitten in einen Mordfall verwickelt, und es kommen dabei auch noch weitere Geister aus der Vergangenheit zum Vorschein, bis am Ende ein paar Tote zu Buche schlagen, die beiden Damen aber wieder beste Freundinnen sind.
Gucken oder nicht?
Auch hier rate ich, wie bei so vielen Filmen der letzten Zeit, mit Nachdruck ab.
Warum?
Man sollte den Vorgänger Nur ein kleiner Gefallen gesehen haben, denn ansonsten versteht man von der Story wenig, und der Film war ja auch wirklich gut. Dieser hier hat eine nette erste halbe Stunde, da ist man wieder dabei, es gibt Martinis, schöne Bilder von Capri, dann aber eine zusehends dumme Story, nervige Figuren, keine Spannung, zu viele Dialoge und Unwahrscheinlichkeiten. Der Film scheitert nicht an seinen schönen Bildern, zumal auch diesmal Blake Lively wieder nett anzusehen ist, sondern an seiner wirklich bescheuerten Story um schwule Mafiosi, Geister der Vergangenheit und unnötige Morde. Darstellerisch ist bei vielen hier alles einen kleinen Tick zu viel, man ist nahe am Chargieren, aber das schlimmste für einen Thriller ist, wenn jegliche Spannung fehlt – und genau das ist hier der Fall.
Die Note
Warum man dieses Nichts von einer Story auf zwei Stunden strecken mußte, ist genauso eine relevante Frage, warum man überhaupt eine Fortsetzung gedreht hat. Diese hätte es nicht gebraucht, man hat sie auch nicht erwartet, und so vertut man einfach nur wieder einmal kostbare Lebenszeit – danke für nichts, knappe 5/10.