Review

Mir wurde dieser Film wärmstens an Herz gelegt - ich frage mich warum?

"In the Cut" ist ein extrem schwacher Erotik-Thriller mit keinerlei Tiefgang. Blutige Mordopfer und absolut unerotische Sex-Szenen reihen sich aneinander.

Meg Ryan versucht hier mit ihrem "lieben Mädchen" Image abzuschließen, und schafft das auch, aber in eine andere Richtung. Man vermutet eher, das die gute Meg in der Mid-Life-Crisis steckt und deswegen ihre halbverwelkten Quarktaschen in die Kamera halten muss. Sie wirkt alles andere als erotisch und ist in einer solchen Rolle komplett fehl am Platz.

Ganz besonders nervig ist aber Mark Ruffalo (Collateral) als Detective Malloy. Wenn man seinen Dialogen so lauscht erinnert das eher an die erotischen Phantasien eines Zachy Noy aus "Eis am Stiel". Das sexistische Gelaber ist kaum auszuhalten. Er kann alles im Bett, der kleine Vorstadt-Casanova.. Da bleibt von Anfang bis Ende nur Kopfschütteln für übrig..

Was allerdings Kevin Bacon als vollkommen beknackter Stalker bei dem ganzen zu suchen hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Wie konnte er sich nur zu so einem Schrott überreden lassen??

Einzige Überzeugende im ganzen Wirrwarr ist nur Jennifer Jason Leigh, die wie immer eine gute Figur macht als ausgenutztes, aber liebes Betthäschen.

Wenn man schon Erotik-Thriller schauen muss, dann wenigstens die guten aus dem Genre, wie z.B. Wild Things, Blown Away oder Basic Instinct. Die haben um Welten mehr klasse als dieser blödsinn hier.

Das völlig dämliche Ende übertüncht dann nochmal alles und kann eigentlich nur noch ein weinen herbeirufen, da man 114 Minuten seines Lebens verschwendet hat...

FAZIT:

Bloß die Finger lassen von diesem unterirdischen Soft-Porno-Thriller-Geschnipsel, das sich so Ernst nimmt, das man es kaum Glauben kann.. Fast noch schlechter als mein Hass-Film Nummer 1 "Color Of Night" mit Bruce Willis..

1/10

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