Eingangs muß ich sagen das ich den Film das erste mal mit 5 oder 6 Jahren gesehen hab. Es war mein erster „richtiger“ Western. Ergo bin ich da vielleicht nicht ganz objektiv.
Story: Ein kleines Nest mitten im Westen. Ein Mann reitet morgens in die Stadt. Nur ein paar Stunden später ist er tot. In Notwehr erschossen, von Marshall Callam Ware. Doch das soll nicht der einzige Versuch bleiben den Marshall aus dem Weg zu räumen. Ware der schon schon Marshall in Dodge City und noch schlimmeren Orten war, wurde vom Großrancher Dean dazu verpflichtet seine Stadt sauber zu halten. Allerdings wollen der Saloonbesitzer Clark und der Geschäftsmann Thorne mit der nahegelegenen Miene viel Geld machen. Nur ist dabei Ware im Weg. Als ein alter Bekannter von Ware auf ihn angesetzt wird zieht Ware zu langsam. Doch der todgeglaubte Ware ist nur verwundet. Nachdem er sich wieder erholt hat räumt er in der Stadt auf und es kommt zum Showdown.
Die Story ist recht einfach gehalten. Die Schauspieler allesamt gut. Randolph Scott macht seine Sache als rauer Marshall sehr gut. Durch kleine Gesten schafft er es sogar ein wenig Zerrissenheit in seine Figur zu bringen. Denn eigentlich ist er gar nicht so schlimm wie sein Ruf.
Angela Lansbury (Mord ist ihr Hobby) mal als junges Ding zu sehen ist schon witzig. Immer wieder sah ich in ihr nur die alte Frau die sie später sein würde. Sie spielt die Frau des Marshalls die sich vor Jahren von ihm abwande weil sie es nicht ertragen konnte ihn in Lebensgefahr zu sehen. Dieser Handlungsstrang bringt ein wenig Anwechslung in die Story.
Die Musik ist für mich ein Highlight des Films. Klar es sind typische Klänge eines 50er Jahre Westerns aber dennoch trugen sie für mich (und tun dies immer noch) viel zur Atmosphäre des Films bei. Denn der Soundtrack hat gerade am Anfang als Dingo Brian wieder in die Stadt reitet einen leicht düsteren und bedrohlichen Touch.
Klar hat der Film auch seine Schwächen. Wieso gibt es in einem Kleinen Westernstädchen 4 oder 5 Saloons? Und wieso rasten alle „normalen“ Menschen aus und saufen und plündern erst als der Marshall „tot“ ist? Wenn man über solche Schwächen aber hinweg sehen kann ist Ein Mann wie der Teufel ein klasse 50er Western.