kurz angerissen
Es soll ja im letzten Jahr Leute gegeben haben, die „Borderlands“ als Bodensatz des Kinojahrs bezeichnet haben. Tja, und jetzt, im Jahr 2025, da mussten wir alle Paul W.S. Andersons Bier halten. Mit „In the Lost Lands“ entführt uns ein Weltenbauer, für den bröckelnder Putz seit jeher ein Markenzeichen ist, in seine neueste, monochrom glänzende Ruine von Dystopie, die vollgestopft ist mit nicht zueinander passenden Versatzstücken aus 1001 George-R-R-Martin-Frühstückspausen. Close-Ups auf Nichtigkeiten und großzügig über die Hintergründe verteilte Lens Flares versuchen erfolglos zu verschleiern, wie hässlich einfach alles in diesem computergenerierten Universum ist. Aber zugegeben: Nach einem völlig konfusen Einstieg nimmt zumindest das Tempo Fahrt auf und die immer beknackter werdenden Ideen (diese Schlangen-Flinte!) wirken wie Gleitmittel auf einer Spaßrutsche. Blöd nur, dass die Rutsche ausgerechnet durch Andersons Terrain führt.