Es war schon immer ein Thema im Science-Fiction-Film, dass Roboter irgendwann die Herrschaft über die Menschheit übernehmen könnten. Einen Anfang machte seinerzeit Stanley Kubrick mit „2001: Odyssee im Weltraum“. Mittlerweile nennt sich die Bedrohung KI und wird augenscheinlich auch in China als solche wahrgenommen.
Im Jahr 2150 hat die Menschheit den Kampf gegen die Künstliche Intelligenz weitgehend verloren, die sich zu einer neuen Spezies formierte. Dennoch versuchen Widerstandskämpfer ein bereits erstelltes Modul im Herzen des Feindes zu platzieren, um ihn außer Kraft zu setzen. Soldat JinYi und die unerschrockene An Xin kämpfen an vorderster Front…
Die Action setzt bereits nach fünf Minuten ein, nachdem man erfährt, wie sich ein verantwortlicher Wissenschaftler (offenbar auch nur der eine) das Leben nimmt, da die KI inzwischen eigenständig handelt und die Menschheit bedroht.
2150 sieht das Ganze natürlich recht apokalyptisch aus, weshalb sich die erste Hälfte in durchaus atmosphärischen Wüstengefilden abspielt.
Es wird recht viel geballert, so irgendwo zwischen „Star Wars“ und „Terminator“, während einzelne Momente Erinnerungen an „Matrix“ wachrufen und an einer Stelle mit einer Laserfalle direkt von der ersten Verfilmung von „Resident Evil“ geklaut wird. Sonderlich eigenständig kommt die Handlung überdies nicht daher, zumal früh erahnbar ist, welchen Status die ominöse Frau auf dem Motorrad innehalten dürfte.
Dennoch kann sich die Action gut sehen lassen, die Angreifer in zweibeiniger Robotergestalt und deren Flugobjekte sind sauber gestaltet, wogegen manche Explosionen etwas zu sehr nach CGI riechen und einen arg nach Plastik aussehenden KI-Hund hätte es an der Stelle auch nicht gebraucht. Zwischen der Action versucht man ein wenig Zwischenmenschliches unterzubringen, was sich mit zwei eher unnahbaren Figuren schwierig gestaltet.
Auch der Score ist mit seiner pathetischen Ader zuweilen mächtig drüber, während der Temposzenen treibt er hingegen gut an.
Etwaige Wendungen im finalen Akt stellen beileibe keine Überraschungen dar, obgleich der Endkampf in rein digitalen Gefilden eine passable Choreo aufweist ein Twist den Hauch einer emotionalen Regung offenbart. Trotz sauberer Inszenierung und solidem Produktionsdesign reißt der Stoff nie so recht mit, zumal sich Vorgänge auf Dauer lediglich wiederholen und die Handlung als insgesamt äußerst dünn entpuppt.
Eher etwas für knallharte Sci-Fi-Fans, die alles mitnehmen.
4,5 von 10