Maschenmordzaun in the Morning!
„Restless“ ist sehr britisch und doch universell, wenn eine mittelalte Frau durch einen neuen Nachbarn und seine nächtlichen, vollkommen rücksichtslosen Raves und Exzesse kein Auge mehr zu bekommt und dem Wahnsinn immer näher kommt…
Nachbarn aus der Hölle
„Restless“ kann man eigentlich nur empfehlen. Kein Meisterwerk - aber er macht sehr wenig falsch. Irgendwo zwischen „The Burbs“, „Eden Lake“ und „Repulsion“ punktet der klaustrophobische und schwarzhumorige Thriller mit einer starken Hauptdarstellerin, einigen psychologisch fiesen, scharfen Kanten, einer einigermaßen befriedigenden Auflösung und einer bissigen Nachvollziehbarkeit, wofür man sogar nie wirklich neben einem solchen Vollasi gewohnt haben muss. Es ist ein langsames, konstantes Abdriften in Wahnsinn, Rache und Hass. Und man kann als Zuschauer alles vollkommen verstehen. Zumindest bis es sogar zu ein paar subversiven Stichen kommt, die den Spieß (je nach Perspektive) nochmal gefährlich umdrehen könnten. Straighter Querschläger. Arschige Abrissbirne. Auge um Auge, Katze um Pussy. Geheimtipp. Selbst wenn man das ähnlich effizient auch in einem Kurzfilm abhandeln könnte.
Fazit: kleiner, gemeiner Brit-Thriller über Nachbarschaft, Druck, Asozialität und Schlafdefizite. On point!