Windowclean Hard
„Cleaner“ verbindet die klassische „Stirb Langsam“-Formel mit aktuellen Streamingsensibilitäten - und herausgekommen ist genau das, was einem dadurch in den Sinn kommt… Wir folgen einer ehemaligen Soldatin, nun Hochhausfensterputzerin (!) in London, die an einem Gebäude hängt, dass von mörderischen Umweltterroristen gekapert wurde…
Hat nicht immer den Durchblick
Daisy Ridley ist und bleibt keine Actionheldin für mich. Ich sehe sie durchaus als respektable Mimin in Zukunft - aber solche stotternde Stangenware der Schießbudenstandards sollte sie dann doch eher The Rock & Co. überlassen. Die Aussicht über London ist solide, auch wenn der Look oft sehr artifiziell herüberkommt. Fans seltener „Filmberufe“ kommen durch das witzige Fensterputzgimmick auf ihre Kosten. Bei Daisy Ridley kommt immer etwas Beschützerinstinkt in einem auf. Manch eine kurze Actionsequenz ist auch passabel. Und der Film sprintet ohne Abspann in unter 90 Minuten in's Ziel. Allzu streng und kritisch muss man daher nicht sein. Fensterputzerin gegen Terroristen. Lazy, dumm, aber manchmal schon nah an einem Guilty Pleasure. Puff. Paff. Peng. Fertig ist’s Gemeng. Geil ist aber selbstredend etwas Anderes.
Fazit: Kurzweiliger aber doch arg austauschbarer „Skyline-Highrise-Actioner“, dem auch eine beherzt aufspielende Daisy Ridley nur bedingt hilft. Keine Zeitverschwendung. Zumindest für Actionfans. Aber jetzt auch kein Ding an das man sich in fünf Jahren noch erinnert.